Twitter-Gerücht: Fidel Castro tot?

Kuba

Twitter-Gerücht: Fidel Castro tot?

Jedes Jahr taucht das Gerücht vom Ableben Castros (85) aufs Neue auf - diesmal wird es über das soziale Netzwerk "Twitter" verbreitet. Auslöser für das Gerücht ist ein körniges Schwarz-Weiß-Foto, das den "Máximo Lider" - oder einen Mann, der ihm sehr ähnlich sieht -  mit geschlossenen Augen zeigt.

Erfahrene Twitter-User nehmen das neue Gerücht mit Humor. So schreibt etwa Alfredo Arense: "Nicht einmal, wenn er es selbst bestätigt, würde ich glauben, dass Fidel Castro tot ist."

Nachricht ist ein Fake

Das Bild wurde vom dominikanischen Journalisten Santiago Contreras am 29. Dezember in seinem Blog veröffentlicht und von dort per Twitter-Nachrichten verbreitet. Die US-Zeitung "Miami Herald" ging den Spuren des Fotos nach und lokalisierte den Ursprung des Gerüchts in Chile.

Der IT-Blog "Naked Security" warnte schon im August des Vorjahres vor einer Spam-Mail mit dem Titel "Fidel Castro tot", die ebendieses Foto zum Inhalt hat. Empfänger der Nachricht sollten auf das Bild klicken, um weitere Informationen zu erhalten. Doch Neugierige erhielten durch diesen Klick nicht weitere Infos, sondern ein Schadprogramm. Ihre Rechner wurden mit einem sogenannten Trojaner infiziert.

Screenshot Castro © Naked Security
Screenshot der Spam-Nachricht auf "Naked Security"

Castro wurde schon unzählige Male totgesagt. Unglaubliche 638 Mal soll auch versucht worden sein, ihn tatsächlich zu ermorden.

638 Mordanschläge

Die Mordversuche hätten nach Angaben der amtlichen kubanischen Internetseite www.cubadebate.cu alle vor der Übergabe der Staatsführung an Castros Bruder Raul im Jahr 2006 stattgefunden und gingen auf das Konto des US-Auslandsgeheimdienstes CIA.

Nach Angaben der Internetseite waren die Tötungsversuche sehr vielfältig. Es seien "unter anderem Scharfschützen, Sprengsätze in seinen Schuhen, Gift in einer Zigarre und Sprengstoff in einem Baseball" zur Anwendung gekommen.

Fidel Castro hatte Kuba seit dem Jahr 1959 regiert. Sein Rücktritt von der Staats- und im vergangenen April auch von der Parteiführung der Kommunisten erfolgte aus gesundheitlichen Gründen.

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