Winter vertrieb 10.000 Palästinenser aus Häusern

UNO:

Winter vertrieb 10.000 Palästinenser aus Häusern

Ein heftiger Wintereinbruch hat etwa 10.000 Menschen im palästinensischen Gazastreifen zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen. Chris Gunness, Sprecher des UN-Palästinenserhilfswerks UNWRA, bestätigte dies am Montag. Schwerer Regen hatte seit Donnerstag etwa 3.000 Häusern in dem blockierten Gebiet überschwemmt.

Im Gazastreifen, der von Israel und Ägypten weitgehend unter Blockade gehalten wird, gibt es ohnehin nur selten Strom. Israel habe die Einfuhr von vier mobilen Wasserpumpen in den Gazastreifen erlaubt, sagte Gunness der Nachrichtenagentur dpa. Nach eigenen Angaben öffnete Israel auch den Warenübergang Kerem Schalom für den Transport von Benzin und Kochgas in den Gazastreifen.

Nach Angaben der Rettungskräfte sind zwei Menschen dem schwersten Wintersturm seit Jahrzehnten zum Opfer gefallen: Ein älterer Mann sei in der Stadt Gaza erfroren und ein 21-jähriger Mann sei bei dem Versuch erstickt, das Haus mit einem Kohlefeuer zu wärmen. Mehr als 100 weitere Menschen seien verletzt worden.

Die im Gazastreifen herrschende Hamas-Organisation teilte mit, der Sturm habe Schäden in Höhe von 64 Millionen Dollar (etwa 46 Millionen Euro) verursacht. Das einzige Kraftwerk des Gazastreifens wurde am Sonntag erstmals seit Anfang November wieder hochgefahren. Damals musste es schließen, weil kein Treibstoff mehr für die Stromproduktion zur Verfügung stand.

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