US-Mutter täuschte krebskrankes Kind vor

Angeklagt

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US-Mutter täuschte krebskrankes Kind vor

Eine Mutter im US-Staat Michigan ist angeklagt worden, weil sie eine Krebserkrankung ihres 12-jährigen Sohns vorgetäuscht und damit Spendengelder erschlichen hat. "Die Mutter ist so weit gegangen, dass sie ihm alle zwei Wochen den Kopf und die Augenbrauen rasierte und, vielleicht das Schlimmste daran, ihm Drogen in seinen Apfelsaft mischte, damit er lethargisch wirkte", sagte Staatsanwalt Eric Smith bei der Klageerhebung am Freitag.

Bub auf Drogenentzug
Der Bub sei in einem Krankenhaus untersucht worden, wobei keine Krebserkrankung festgestellt worden sei. Allerdings müsse er einen Drogenentzug machen.

Spenden erschlichen
Laut der Gerichtsakten sagte die Mutter ihrem Kind, es habe Leukämie. Mit dieser Lüge brachte sie Einzelpersonen und mindestens eine Kirchengemeinde dazu, ihr Geld für die Chemotherapie ihres angeblich kranken Kindes zu spenden. Laut Staatsanwaltschaft hat die Mutter mindestens 7.500 Dollar (knapp 5.400 Euro) von einer Kirchengemeinde erhalten und dem Kind wurde eine Video-Spiel-Konsole geschenkt.

Anscheinend hat die Mutter im Dezember mit dem Schauspiel begonnen. Der Schwindel flog auf, als Angehörige ihres verstorbenen Mannes sie bei der Polizei anzeigten. Nachdem die Behörden das Kind im Sommer in ihre Obhut genommen haben, habe die Mutter den Spendern erzählt, ihr Sohn sei gestorben und sie benötige Geld für die Beerdigung, sagte Smith. "Das Geld ist offenbar für dieselben Dinge ausgegeben worden, für die wir alle unser Geld ausgeben: Auto, Essen, Miete", sagte er. "Anscheinend gab es keine Spielschulden oder Ähnliches. Es scheint so, als ob das alles ein geistloser Akt von Gier war."

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