Wahlkampf-Finish

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Obama vor dem Triumph

US-Präsident Barack Obama gibt alles: „Lasst uns fertigbringen, was wir begonnen haben“, ruft er in Bristow (Virginia). Fast ist der Zauber von 2008 wieder da. Obama hat 24 Stunden vor der Präsidentschaftswahl den Sieg gegen Rivalen Mitt Romney vor Augen. Es ist eine dramatische Wende: Vor einer Woche steuerte der Amtsinhaber in die sichere Niederlage. Sein Krisenmanagement nach Sturm „Sandy“ und neue Wirtschaftsdaten (+171.000 Jobs) dürften ihn retten.

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Obama liegt nun 1 Prozent in Führung vor Romney
Letzte Umfragen lassen das Team Obama jubeln:

  • US-weit steht es laut NBC-Umfrage mit 48 zu 47 Prozent für Obama – vor einer Woche führte in nationalen Umfragen noch Romney.
  • Die Wahl entscheiden jedoch die Stimmen der Wahlmänner. Laut Prognose der Huffington Post kommt Obama derzeit auf 277, Romney auf nur 206 (siehe Grafik). 270 reichen – Obama ist also laut dieser Hochrechnung schon Sieger.
  • Obama konnte in den meisten wahlentscheidenden Schaukelstaaten (noch unentschieden) seine Führung weitgehend verteidigen: In der härtesten Schlacht um Ohio liegt er zwischen zwei und sechs Prozentpunkten vorne. Gleichstand aber in Florida: Hier haben nun beide Kandidaten 48 Prozent. Heiß umkämpft sind auch noch Virginia, New Hampshire und Colorado.

Florida könnte die Wahl frühzeitig entscheiden
Wurde zuletzt für den Wahlabend am Dienstag eine Zitterpartie bis spät in die Nacht samt Wahlprotesten und Stimmnachzählungen befürchtet, glauben Insider: Schon nach dem Wahlende in Florida um 20 Uhr (Mittwoch, 2 Uhr früh in Österreich) könnte Obama mit einem Sieg im größten Schaukelstaat (29 Wahlmänner) alles klarmachen.
Doch auch Romney gibt im Finale Vollgas – beide absolvierten Sonntag noch sieben Auftritte: In Colorado stichelte er vor Fans gegen Obama: „Taten sind wichtiger als schöne Worte“. Es wäre Zeit für jemanden der nicht nur redet, sondern handelt.
Aber: „Four more Years!“ (Vier weitere Jahre!), brüllten Obama-Fans auch gestern. Ihr Wunsch nach einer zweiten Amtszeit könnte in Erfüllung gehen.

Diashow Obama in New Jersey

Barack Obama besucht Katastrophengebiet in New Jersey

US-Präsident trifft Gouverneur Chris Christie

Barack Obama besucht Katastrophengebiet in New Jersey

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Barack Obama besucht Katastrophengebiet in New Jersey

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Politikwissenschaftler Peter Filzmaier über die US-Wahl im ÖSTERREICH-Interview

ÖSTERREICH: Wer ist der 
Favorit bei der US-Wahl?
Peter Filzmaier: Laut den Umfragen liegt Obama leicht in Front, obwohl es in den Schlüsselstaaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt. So knapp, dass es sich bis Dienstag ändern kann.

ÖSTERREICH: Inwieweit hilft Sturm „Sandy“ Obama?
Filzmaier: Obama hat als Krisenmanager durch Präsenz gepunktet. Die Frage ist, ob ihm das auch in den Schlüsselstaaten hilft, weil New York und New Jersey gewinnt er sowieso. Wie hilft ihm das in Florida oder Ohio?

ÖSTERREICH: Wie hat sich Obama in vier Jahren Präsidentschaft geschlagen?
Filzmaier: Die Bilanz ist leicht positiv. Er hat einiges in der Gesundheitspolitik geschafft, etwa bei den Krankenversicherungen. Er vermittelt den Eindruck von mehr außenpolitischer Diplomatie als Bush. Er hat verhindert, dass die Wirtschaftskrise zur Katastrophe wird.

ÖSTERREICH: Was ist, falls Romney gewinnt?
Filzmaier: Wenn die Republikaner zumindest im Repräsentantenhaus die Mehrheit halten, und danach sieht es aus, ist das natürlich ein Kurswechsel. Romney ist kein Bush, es würde weniger Interesse an der Außenpolitik bedeuten, aber es würde mehr wirtschaftliche Konkurrenzsituation geben. Die Hauptauswirkung ist für die Amerikaner: Weniger Sozialpolitik und mehr Wirtschaftspolitik.

ÖSTERREICH: Lässt sich daraus schließen, ein Sieg Obamas ist besser für Europa?
Filzmaier: Ja, im Sinne von mehr Interesse. Obama wäre ein Vorteil, wenn eine weltpolitische Sicherheitskrise ausbricht.
J. Prüller

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