Ukraine sprengt Russen-Panzer in die Luft

Angst vor Krieg in Europa

Ukraine sprengt Russen-Panzer in die Luft

Angst in ganz Europa vor einem großen Krieg in der Ukraine! Nachdem dort eine russische Militärkolonne die Grenze durchbrochen hat, meldet die ukrainische Armee nun, die meisten Fahrzeuge der Kolonne seien zerstört worden. Das teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit. Demnach erfolgte der Artillerieangriff auf die gepanzerten Truppentransporter und Militärlastwagen bereits in der Nacht zum Freitag.

Angst vor Krieg. Ist das jetzt der Auftakt zu einer totalen Eskalation in der Region? Kommt es jetzt zu dem von allen Politikern befürchteten Krieg? Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war noch nicht klar, wie Putin auf den Angriff reagiert.

Nato bestätigt Einmarsch. Das Eindringen der Kolonne von Schützenpanzerwagen mit russischen Kennzeichen war zuerst von britischen Journalisten vor Ort gemeldet worden. Am Freitag kam die Bestätigung durch die ukrainische Armee. Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bestätigte später die Grenzüberquerung. „Ich kann bestätigen, dass wir vergangene Nacht einen russischen Einmarsch über die ukrainische Grenze beobachtet haben“, sagte Rasmussen in Kopenhagen.

Russen liefern Waffen. „Tatsache ist, dass wir einen kontinuierlichen Zustrom von Waffen und Kämpfern aus Russland in die Ostukraine beobachten.“ Das sei ein klares Anzeichen für eine fortdauernde Beteiligung Russlands an der Destabilisierung der Ostukraine.

ORF-Reporter Wehrschütz, in der Region vor Ort, zu ÖSTERREICH: „Wenn der Angriff wirklich passiert ist, dann zweifle ich an einer politischen Lösung …!“

 

Kriegs-Reporter im Interview: ›Jetzt Gefahr für große Eskalation‹

Christian Wehrschütz ist ORF-Korrespondent und berichtet aus der Krisenregion.

ÖSTERREICH: Was wissen Sie über den Beschuss der russischen Fahrzeuge?
Christian Wehrschütz: Es ist merkwürdig: Das russische Außenministerium zeigt keine Reaktion. Bisher berichten nur Poroschenko und britische Medien darüber. Das ist sehr mysteriös.

ÖSTERREICH: Falls es 
den Angriff gab: Müssen wir noch mehr Gewalt erwarten?
Christian Wehrschütz: Dann wäre es die erste direkte militärische Konfrontation. Die Gefahr für eine große Eskalation ist gegeben.

ÖSTERREICH: Die betroffenen Außenminister treffen sich am Sonntag – sehen Sie Chancen für eine Lösung?
Christian Wehrschütz: Die erste vernünftige Lösung wäre: Die Rebellen müssten abziehen und das Gebiet müsste wieder der Ukraine gehören. Je mehr Schüsse fallen, desto weniger Chance auf eine Lösung. Ich wage zu bezweifeln, dass es eine diplomatische Lösung geben wird.

ÖSTERREICH: Wie geht es Ihnen, wo sind Sie?
Christian Wehrschütz: Ich befinde mich in Donezk. Am Tag ist es ruhig, doch am Abend sind immer Schüsse zu hören.

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