Urlauber bleiben im Sommer der Türkei fern

Tourismus

Urlauber bleiben im Sommer der Türkei fern

Die Migrationsströme aus den Krisengebieten im Nahen Osten und massenhaft gestrandete Flüchtlinge wirken sich heuer spürbar auf die Urlaubsplanung der Österreicher aus. Die Türkei und die ostgriechischen Inseln sind nun das Sorgenkind der Reiseveranstalter. Dafür buchen Touristen verstärkt Destinationen wie Westgriechenland, Spanien und Italien.

Stark zugenommen hat heuer auch die Eigenanreise ans Urlaubsziel mit dem Auto - dabei geht es vor allem nach Italien, Kroatien und auch Österreich. Viele warten mit ihren Buchungen überhaupt noch ab.

Spannendes Jahr
"Für die Touristik ist es heuer ein richtig spannendes Jahr - so eine Schwächephase haben wir noch nie erlebt", berichtete etwa der Chef der TUI Austria Holding, Dirk Lukas, am Donnerstag vor Journalisten.

Bei der TUI, Österreichs größtem Reiseveranstalter vor der Rewe Austria Touristik (ITS Billa Reisen, Jahn Touristik, ...) und Thomas Cook, war beispielsweise die Türkei "jahrelang das Topflugziel Nummer eins" - heuer sei das Land bei den Buchungen der Österreicher auf die Position fünf zurückgefallen, verdeutlichte Lukas die Entwicklung.

Familien warten ab
Der Anteil der österreichischen Pauschalreisenden in Richtung Türkei habe sich bei der TUI für diesen Sommer bisher von vormals 35 auf unter 20 Prozent halbiert. Im Gegenzug hat sich bei dem Reiseveranstalter der Reisestrom nach Spanien von 20 auf 35 Prozent fast verdoppelt. Unter dem Strich ist bei der TUI heuer Griechenland - statt der Türkei - bisher das Flugreiseziel Nummer eins der Österreicher. Dahinter folgen Spanien, Italien und Kroatien.

Für das Türkei-Geschäft fehlen vor allem die Familien - 30 bis 40 Prozent davon hätten noch nicht gebucht. "Die warten aktuell noch ab", so der TUI-Österreich-Chef. Preisnachlässe könnten noch für einen Umschwung sorgen. "Ich gehe von 30 Prozent aus", umriss der Lukas den Spielraum nach unten. Eine Woche "all inclusive" im 4-Sterne-Hotel sei für zwei Erwachsene und ein Kind beispielsweise um 1.500 Euro zu haben.

Minus von 40 Prozent
International hatte der TUI-Gesamtkonzern bereits heuer im Jänner für die Türkei ein Minus von 40 Prozent bekanntgegeben. "Das hat sich bis dato nicht erholt - das muss in den nächsten Wochen geschehen", räumte Lukas ein. Derzeit zögern die Kunden jedenfalls noch und warten die geopolitische Lage bzw. etwaige Terrorwarnungen ab.

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