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Weniger Bierleichen auf der Wiesn

Oktoberfest

Weniger Bierleichen auf der Wiesn

Überfüllte Zelte, brechend volle S-Bahn-Züge und Staus konnten die Besucher nicht abschrecken. Ein goldener Herbst mit strahlend blauem Himmel hat dem Münchner Oktoberfest einen Mega-Ansturm beschert. Rund 6,9 Millionen Menschen kamen zum größten Volksfest der Welt - das war sogar eine halbe Million mehr als bei der Jubiläums-Wiesn im vergangenen Jahr. "Diese Wiesn ist golden", sagte Festleiterin Gabriele Weishäupl am Montag zum Abschluss des Volksfestes. Es sei gekennzeichnet von "Wärme und Glanz".

"Traum-Wiesn"
Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sprach von einer "Traum-Wiesn": "Die Stimmung auf dem Oktoberfest war bis zum letzten Tag ganz hervorragend." Den bisherigen Besucherrekord gab es 1985, als 7,1 Millionen Menschen auf die Theresienwiese strömten.

Einen Schub brachte die traditionelle "Oide Wiesn", die mit Volksmusik und historischen Fahrgeschäften rund 600.000 vor allem einheimische Gäste anlockte. Am Montag musste sie mehrfach wegen Überfüllung geschlossen werden. Ältere Besucher kamen ebenso wie Familien mit Kindern - es sei eine "Drei-Generationen-Wiesn", sagte Ude. Besucher in Tracht machten einen wichtigen Teil des Fests aus.

Insgesamt 7,5 Millionen Maß Bier rannen durch durstige Kehlen, knapp eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Auch der Absatz an nichtalkoholischen Getränke stieg um acht Prozent. Die Besucher verspeisten 118 Ochsen und viele Tausend Hendl. Das Wetter ließ auch die Maßkrugdiebe übermütig werden. Doch die Wachen blieben wachsam. Rund 226.000 Krüge sammelten sie ein, 2010 waren es 130.000.

Weniger Bierleichen
Wie jedes Jahr setzen auch heuer einige Besucher den Maßkrug als Waffe ein, 58 mal lieferten sich Festbesucher mit den Trinkgefäßen gefährliche Schlägereien, sechsmal schlugen Frauen zu. Immerhin sank die Zahl der Maßkrugschlägereien gegenüber dem Vorjahr (62 Fälle) leicht. Insgesamt rückte die Polizei zu 2.175 Einsätzen auf dem Festgelände aus. Auch das war trotz der höheren Besucherzahl etwas weniger oft als 2010 (2.253). Sogar die Zahl der Bierleichen ging zurück: 777 Menschen mussten mit Alkoholvergiftung in der Sanitätsstation überwacht werden, 2010 waren es 840. Die Zahl der Jugendlichen unter 16 lag mit 13 deutlich unter der im Vorjahr (28).

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