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Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Polizist in Texas erschießt 93-Jährige, die angeblich Pistole zog

High Noon im schießwütigsten Staat der USA: Die Polizei wurde in der Kleinstadt Hearne (Texas) zu einem Vorfall gerufen mit einer "Frau mit einer Waffe", so der Funkspruch. Details der Konfrontation sind bisher karg, doch am Ende wurde die 93 Jahre alte Pearlie Golden, die in der mehrheitlich afro-amerikanischen Nachbarschaft "Miss Sully" gerufen wurde, von einem Beamten mit fünf Schüssen getötet.

 

Aufgebrachte Anrainer verlangten in spontanen Versammlungen Aufklärung über den möglichen Polizei-Übergriff. Der Todesschütze Stephen Stem hätte laut Behörden der Frau zugerufen, die Waffe niederzulegen. Der örtliche Staatsanwalt sprach von einem "tragischen Vorfall".

 

3:10 Uhr: Mitten im Countdown zur Fußball-WM: Polizei in Brasilien streikt

Etwas mehr als einen Monat vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien hat die Polizei erneut in mehreren Austragungsorten gestreikt. Betroffen von dem Arbeitsausstand am Mittwoch waren neben Rio und der Hauptstadt Brasilia auch Städte wie Fortaleza, Natal und Porto Alegre.

Der 24-stündige Streik habe viel Unterstützung erhalten, sagte der Chef der Polizeigewerkschaft, Andre Vax de Mello, der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich drohte er mit weiteren Streiks während der WM. Es werde einen Notdienst geben, vor allem an Flughäfen, aber wenn die Regierung keine zufriedenstellende Antwort gebe, werde die Polizei während der Fußball-WM ihre Arbeit einstellen, sagte de Mello. Die Beamten fordern bessere Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen. Bei einem Polizeistreik im vergangenen Monat in Salvador da Bahia waren bei einer Gewaltorgie mindestens 39 Menschen getötet worden. Dutzende Geschäfte wurden geplündert, während sich die Polizei weigerte einzugreifen.

 

2:45 Uhr: Torontos Crack-Bürgermeister Rob Ford begeistert über Reha: Kündigt Comeback an

 Der durch seine Drogeneskapaden in die Schlagzeilen geratene Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, ist begeistert von seiner Entziehungskur. Die Kur sei "unglaublich", schwärmte Ford in einem Interview mit dem Boulevardblatt "Toronto Sun" am Mittwoch. "Mir geht es supergut." Es war das erste Interview, seit sich Ford am vergangenen Donnerstag in eine Auszeit begeben hatte, um sich wegen seiner Alkohol- und Drogenprobleme behandeln zu lassen. Darin versicherte der Bürgermeister, er werde sich um eine Wiederwahl bemühen. "Mein Büro braucht nicht geräumt zu werden, denn ich komme wieder." Ford hatte die Entscheidung zu einer Auszeit mitten im Wahlkampf für die kommenden Kommunalwahlen getroffen, nachdem es neue Berichte über seinen Crack-Konsum gegeben hatte. Zudem hatte eine Zeitung berichtet, der 44-Jährige sei "sturzbetrunken" in einer Bar gesichtet worden.

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Rob Ford

Ford gestand Anfang November nach hartnäckigem Leugnen, Crack konsumiert und jahrelang illegale Drogen gekauft zu haben. Außerdem entschuldigte er sich für wiederholte Ausfälle unter Alkoholeinfluss. Als Konsequenz entzog ihm der Stadtrat im November den Großteil seiner Machtbefugnisse. Ford darf weiter den Titel des Bürgermeisters tragen, hat aber unter anderem ein kleineres Budget, weniger Personal und darf nicht mehr dem Stadtrat vorsitzen. Dennoch will Ford im Oktober erneut für das Bürgermeisteramt in der kanadischen Millionenmetropole kandidieren.

 

1:50 Uhr: Michelle Obama stellt sich hinter Twitter-Kampagne zur Befreiung der Nigeria-Mädchen

Seit Tagen wächst die Bewegung im Internet, die über das Twitter-Hashtag #BringBackOurGirls Druck auf die Regierung in Nigeria und die internationale Staatengemeinschaft ausübt, mehr zur Befreiung der über 200 von der Terror-Gruppe Boko Haram entführten Schülerinnen zu tun. Jetzt haben die Aktivisten die bisher größte Fürsprecherin hinter sich: First Lady Michelle Obama twitterte ein Foto, wo sie das Hashtag auf einer Tafel hochhält.

 

 

Es wäre an der Zeit, so Michelle, "die Mädchen zurückzubringen". Die Terrorgruppe soll am Mittwoch bei einem neuen Anschlag dutzende Menschen in einem Dorf massakriert haben.

 

1:20 Uhr: Forscher züchteten "außerirdisches Leben" im Labor

Wissenschaftler des "Scripps Research Institute" in La Jolla (US-Staat Kalifornien) fügten nicht in der Natur vorkommende DNA-Moleküle einem "E. coli"-Bakterium bei und schufen einen neuen Strang. Die genetisch modifizierten Erreger enthalten zwei zusätzliche Buchstaben in ihrer Gen-Sequenz, die Forscher hätten dabei eine Milliarde Jahre an Evolution übersprungen, so die "Daily Mail".

Alles Leben auf der Erde basiert auf nur zwei Paaren im DNA-Alphabet: A-T und C-G. Die Forscher addierten nun künstliche Bausteine in den genetischen Code. Mit der Forschungsarbeit in der sogenannten "synthetischen Biologie" könnten Mikroben geschaffen werden, die völlig neue Proteine erzeugen für neue Medikamente. Kritiker warnen jedoch, dass die neuen Lebensformen - sollten sie aus Labors entweichen - unvorhersehbare Konsequenzen für das Leben auf der Erde haben könnten.

 

0:55 Uhr: Geheimdienst an die Leine? US-Kongress-Ausschuss stimmt NSA-Reform zu

 Mit einem ungewöhnlich starken, überparteilichen Konsens hat der Rechtsausschuss im US-Repräsentantenhaus für einen Gesetz zur Reform des Geheimdienstes NSA gestimmt. Demokraten und Republikaner stimmten am Mittwochabend (Ortszeit) mit 32 zu 0 für das Gesetz, dass die massenhafte Sammlung von Telefondaten beenden soll.

06. Juni 2013 © EPA

Edward Snowden enthüllte Mega-Lauschangriff

 Er sieht vor, dass Daten künftig nicht mehr von der NSA, sondern von den Telefon-Anbietern direkt gespeichert werden. Die National Security Agency soll diese erst mit einer Genehmigung vom Geheimgericht FISC durchsuchen dürfen. Ob der Gesetzentwurf auch im Senat und im Repräsentantenhaus Chancen hat, ist allerdings unklar.

 

0:25 Uhr: USA schließen Botschaften im Jemen nach Extremisten-Attacke

Nach einem tödlichen Angriff von Extremisten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben die USA ihre Botschaft dort vorübergehend geschlossen. Die jüngsten Attacken gegen westliche Einrichtungen sowie weitere Hinweise seien beunruhigend genug für diese "vorsorgliche Maßnahme", teilte das US-Außenamt am Mittwoch mit. 

 

Die Sicherheitslage werde täglich beobachtet und die Botschaft wieder geöffnet, wenn dies möglich sei. Mutmaßliche Terroristen hatten in Sanaa am Montag aus einem fahrenden Auto heraus einen Franzosen erschossen, der dort für die EU arbeitete. In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Angriffe gegen Ausländer gegeben, darunter auf ein Auto mit deutschen Diplomaten. Hinter diesen Attacken wird die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) vermutet.

 

23:45 Uhr: Miley Cyrus "predigt" bei London-Konzert an junge Fans: Raucht Joints und habt Sex!

Das süße Hannah-Montana-Image ist bei der twerkenden Miley Cyrus ja schon länger weg, aber jetzt sorgt sie mit den beim letzten Konzert vorgetragenen Lebensweisheiten für neuerliche Aufregung. Gut gemeint war freilich der erst Tip: Kids, hört mit dem Rauchen auf. Fraglich natürlich Tip Nr. 2: Greift zum Joint, der erhalte jung und verhelfe zu phantastischem Sex, fand Miley.

Gelenkig © Getty

Miley Cyrus

Und sie setzte zu einer regelrechten Lobeshymne auf Gras an: Das habe noch niemanden getötet, sie kiffe fest seit drei Jahren und das wären die besten in ihrem Leben gewesen. Sie wurde zu der bizarren Rede auf der Bühne verleitet, als sie Zigarettenrauch bemerkte.

 

23:30 Uhr: Neue Sanktionen wegen Ukraine-Krise: US-Regierung streicht Handelserleichterungen für Russland

Die US-Regierung schließt Russland aus einem Handelsprogramm aus, das Schwellenländern eine zollfreie Einfuhr bestimmter Waren in die USA ermöglicht. Präsident Barack Obama habe den Kongress in einem Brief von der Entscheidung in Kenntnis gesetzt, teilte sein Büro am Mittwoch mit. Russland sei "wirtschaftlich weit genug entwickelt", dass es die Sonderbehandlung im Rahmen des Generalized System of Preferences (GSP) nicht mehr benötige, erklärte eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates in einer E-Mail. Zwar stehe der Schritt nicht in direkter Verbindung zu dem russischen Vorgehen in der Ukraine. Allerdings sei es "besonders passend, ihn jetzt zu vollziehen". Das GSP soll das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern ankurbeln.

 

23:10 Uhr: Angelina Jolie öffnet sich: "Ich dachte nie, dass ich einmal die wahre Liebe finden werde..."

Hollywood-Superstar Angelina Jolie (38) legte in einem Interview mit dem Magazin "Elle" ihr Herz offen. "Ich dachte niemals, dass ich Kinder haben werde, ich glaubte nicht, dass ich jemals verliebt sein werde und den richtigen Partner finde", sage die Aktrice, die gerade ihren nächste Kinofilm "Maleficent - Die Dunkle Fee" promotet. Der Grund für ihren anfänglichen Pessimismus wäre ihr Aufwachsen in einer "zerbrochenen Familie gewesen", wie sie sagte: "Ich nahm zuerst an, das gute Dinge meist Märchen seien und mir selbst nicht widerfahren könnten", so Jolie.

Angelina Jolie © AFP

Angelina Jolie

Nun muss sie ja recht zufrieden sein, was sie in ihrem Leben erreichte: Sie fand mit Brad Pitt ihren Traumpartner, gründete eine Riesenfamilie mit drei adoptierten und drei leiblichen Kindern.

 

23:05 Uhr: Mysteriöser Feuer-Mord: Vier Menschen verbrennen mit Feuerwerkskörpern an den Kopf gebunden in Villa eines Tennisstars

Das Feuer brach Mittwoch, 6 Uhr Ortszeit, in einer 1,5 Millionen Dollar teueren Villa am Areal des Avila Golf und Country Club in Tampa (US-Staat Florida) aus. Das Luxus-Anwesen gehört US-Tennis-Profi James Blake (34), der im Jahr 2006 die Nummer 4 der ATP-Weltrangliste war. Seit einem Jahr hatte er die Villa an die Familie eines Geschäftsmannes vermietet.

Die wurde von der Feuerwehr nach dem Löschen des Infernos tot gefunden: Darrin Campbell, seine Frau Kimberly und ihre Kinder im Teenager-Alter, Colin (19) und Megan (16), wurden tot in der Brandruine entdeckt. Ein TV-Reporter twitterte, dass die Opfer mit Kopfschüssen getötet wurden. Die Leichen hatten Feuerwerkskörper an den Köpfen befestigt, gefunden wurden auch Benzinkanister in der Wohnung. Das Haus mit 700 m2 Wohnfläche brannte völlig ab. Die Polizei sucht nach den Tätern des Feuer-Mordes.

 

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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