Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: EU-Spitzenkandidaten allesamt für harten Kurs gegen Putin 

Die Spitzenkandidaten der europäischen Parteien für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten sind mehrheitlich für einen harten Kurs gegenüber Russlands Präsident Wladimir Putin. "Wir müssen sehr ernsthafte persönliche Sanktionen gegen die Leute um Putin verhängen", sagte der Kandidat der Liberalen, Guy Verhofstadt, am späten Donnerstagabend bei einer Eurovisionsdebatte im Brüsseler EU-Parlament. Martin Schulz, der für die europäischen Sozialdemokraten antritt, pflichtete ihm bei: "Falls es nötig ist, sollten harte Sanktionen beschlossen und umgesetzt werden." Für einen ähnlichen Kurs in der Ukraine-Krise sprach sich der Luxemburger Ex-Premier Jean-Claude Juncker aus, der für die Konservativen antritt. Im Falle einer Verschärfung der Strafmaßnahmen sollten zunächst die Finanzströme zwischen Russland und europäischen Finanzzentren ins Visier genommen werden. Die Spitzenkandidatin der Grünen, Ska Keller, forderte, Waffenausfuhren von Europa nach Russland zu stoppen: "Das muss dringend aufhören." Der Kandidat der europäischen Linken, Alexis Tsipras, warnte vor einer Eskalation. "Europa nutzt wieder das Vokabular des Kalten Krieges (...), und das ist der falsche Weg", sagte der Chef der griechischen Oppositionspartei Syriza. "Ich glaube, dass die Wunden, die Europa geteilt haben, nicht mit Sanktionen geheilt werden können." In der Ukraine dürften keine "Faschisten" zum Zuge kommen, so der Grieche.

 

2:55 Uhr: Spektakuläres Video: Anrainer hält Inferno in Südkalifornien fest

Die Lage um San Diego ist weiter angespannt, es kam zu weiteren Evakuierungen. Acht Brände lodern weiter außer Kontrolle, 2600 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Jeb Durgin gelang bei der Flucht aus dem Ort San Marcos das bisher spektakulärste Video des Infernos: Die Flammen fressen sich durch die Siedlung, schwarzer Rauch weht, Menschen stehen verängstigt am Straßentand, der Himmel glüht grell orange.

Ein Helikopter knattert über der Szene wie in eine Hollywood-Film und wirft eine Löschladung ab. Er filmt und ruft: "Oh my God!"

 

2:30 Uhr: Poker-Millionär Dan Bilzerian, der Porno-Model von Dach warf, warnt sie vor Klage

Das Video entsetzte die Welt: Bei einer wilden Pool-Party warf der Poker-Profi, der seine Exzesse stets auf Instagram dokumentiert, die Sexfilm-Darstellerin Janice Griffith vom Dach einer Villa. Er wollte sie ins Pool werfen, doch die Splitternackte streifte den Beckenrand und brach sich den Fuß.

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Bilzerian: Warf Porno-Star vom Dach

Sie drohte mit einer Klage, doch der raubeinige Playboy warnt sie: Er würde mit seinen Anwälten nach ihrem gesamten Vermögen greifen, drohte sein Advokat Tom Goldstein laut dem Promi-Portal TMZ. Bilzerian behauptet, das Porno-Sternchen hätte vor dem Stunt ihr Einverständnis gegeben, sei daher selbst schuld.

 

1:25 Uhr: Umweltalarm: Frachter bedroht Naturparadies der Galapagos-Inseln

Ein auf Grund gelaufenes Schiff gefährdet das Umwelt-Paradies der Galapagos-Inseln. Die ecuadorianische Regierung beschloss am Donnerstag, den Umwelt-Notstand auf dem Archipel im Pazifischen Ozean auszurufen. Der 81 Meter lange Frachter "Galapaface I" war am 9. Mai vor der Insel San Cristobal auf Grund gelaufen.

 

Es bestehe das Risiko, dass Schadstoffe austreten könnten, die die Umwelt schädigen würden, obwohl der Treibstoff bereits abgepumpt worden sei, teilte die Regierung in Quito mit. Auch ein Großteil der 1000 Tonnen Ladung sei geborgen worden. Die Galapagos-Inseln bilden 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors ein einzigartiges Ökosystem, das unter Naturschutz steht.

 

0:45 Uhr: Tödlicher Zusammenstoß zweier Jets über dem Pazifik in letzter Sekunde verhindert

Erst Wochen später wird eine Fast-Katastrophe über dem Pazifik vom 25. April bekannt. Der US-Autor Kevin Townsend beschreibt jetzt dramatische Sekunden an Bord eines "United"-Jets nach dem Start von Hawaii am Weg nach Los Angeles. Der Boeing-757 hatte gerade die Reiseflughöhe erreicht, als sich die Maschine plötzlich auf Kollisionskurs mit einem anderen Jet befand.

Der Pilot setzte zum Sturzflug an, um eine Kollision im letzten Moment zu vermeiden, schreibt Townsend in einem Betrag für das Magazin "Medium". Passagiere und Crew wären kurzfristig schwerelos gewesen, die Verkehrsmaschine rüttelte wie wild, drohte unter den enormen Kräfte fast zu zerbrechen. Eine Flugbegleiterin entschuldige sich später und verriet, dass der Pilot einem andern Flugzeug ausweichen hatte müssen. Laut Unterlagen wären die beiden Jets nur mehr Sekunden von einem Zusammenprall entfernt gewesen, der eines der tödlichsten Air-Desaster aller Zeiten ausgelöst hätte.

  

0:10 Uhr: Trotz jüngster Horror-Hinrichtung: Amerikaner unterstützen weiter die Todesstrafe

Nach der schweren Panne bei einer Hinrichtung im Bundesstaat Oklahoma ist die Zustimmung für die Todesstrafe in der US-Bevölkerung ungebrochen. Einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung für den Fernsehsender NBC zufolge sprechen sich 59 Prozent der Befragten für die Todesstrafe aus. Eine Abschaffung fordern dagegen nur 35 Prozent. In Oklahoma war die Hinrichtung eines Todeskandidaten Ende April nach wenigen Minuten abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab.

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Clayton Lockett: Starb nach 40 Minuten

Der Mann wand sich anschließend im Todeskampf vor Schmerzen. Erst 43 Minuten nach Verabreichung der nicht erprobten Giftmischung erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt. Der Vorfall hatte in den USA die Debatte über die Todesstrafe befeuert. Oklahoma setzte alle Hinrichtungen für ein halbes Jahr aus. Sollten Exekutionen mit Giftspritzen nicht mehr möglich sein, unterstützen die Amerikaner der NBC-Umfrage zufolge andere Hinrichtungsmethoden. Demnach sprechen sich 20 Prozent für Gaskammern und 18 Prozent für den elektrischen Stuhl aus. Zwölf Prozent sehen in Erschießungskommandos eine Alternative, acht Prozent nannten den Tod durch Hängen.

 

23:15 Uhr: Feuer bei San Diego wüten immer schlimmer: "Szenen wie aus Armageddon"

Die heißen "Santa Ana"-Winde wehen nun bereits seit drei Tagen und machen den Feuerwehren das Leben zur Hölle: Insgesamt neun gefährliche Buschbrände lodern nördlich der Kalifornien-Metropole San Diego, 4000 Hektar verbrannten und über 40 Gebäude. 21.000 Häuser wurden evakuiert. Am schlimmsten war am Donnerstag die Lage im Ort San Marcos, als bis zu acht Meter hohe Flammenwände und Feuer-Torandos den Vorort bedrohten. Menschen liefen - mit den züngelnden Flammen nur mehr wenige hundert Meter entfernt - regelrecht um ihr Leben.

 

 

Es spielten sich Szenen ab "wie im Horrorfilm Armageddon", so Zeugen. Kalifornien-Gouverneur Jerry Brown rief für die betroffenen Bezirke den Notstand aus. Alle Schulen im Großraum San Diego blieben geschlossen. Wegen der extremen Dürre erlebt Kalifornien einen der frühesten Feuerstürme seit langem. Nahe Los Angeles lege ein Feuer bei Anaheim den 91-Freeway lahm. In Los Angeles stieg die Temperatur auf über 38 Grad.

 

23:30 Uhr: Jay-Z und Beyoncés "kleine Schwester" nehmen erstmals zu Prügel-Video Stellung

Das Video, wo Solange Knowles auf ihren Schwager Jay-Z in einem Hotelfahrstuhl losprügelt, sorgte für Aufregung, Gerüchte und auch Heiterkeit. Jetzt nahmen die Streithähne in einer gemeinsamen Stellungnahme erstmals offiziell dazu Stellung: Beide würden Schuld an der Auseinandersetzung tragen, heißt es da. Es wäre ein private Angelegenheit gewesen, die in die Öffentlichkeit geraten wäre durch die Veröffentlichung der Aufnahmen einer Überwachungskamera.

Beyoncé Knowles, Jay Z, Rihanna © Getty Images

Jay-Z, Beyonce, Schwester Solange: "Familienprobleme"

Beide hätten sich gegenseitig für ihr Verhalten entschuldigt. Dass Solange betrunken gewesen wäre, wurde dementiert. Und abschließend, so Jay-Z und Solange: "In allen Familien gibt es ab und wann Probleme". Der Hotel-Mitarbeiter, der das Tape an TMZ verkaufte, wurde vom Hotel unterdessen gefeuert. 

 

23:05 Uhr: Entspannung? USA bezeichnen "Runden Tisch" zu Ukraine-Krise als Erfolg

Die USA bezeichnen die in der Ukraine begonnenen Friedensgespräche als Erfolg. "Es gab eine breite Teilnahme aus der ukrainischen Gesellschaft, einschließlich vieler Führungspersonen aus dem Osten des Landes", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums Marie Harf am Donnerstag in Washington. 

Ukraine Donezk © AFP

Separatisten

"Die Teilnehmer haben sich auf eine starke Botschaft nationaler Einigkeit verständigt und auf eine geschlossene Ablehnung von Gewalt." Es habe lediglich eine "sehr geringe Zahl" prorussischer Separatisten nicht an den Gesprächen teilgenommen. Am Mittwoch war das erste Treffen am Runden Tisch zur Krisenbewältigung in Kiew ohne greifbares Ergebnis vertagt worden.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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