Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Neun Tote bei Bootsunglück vor Küste Guineas

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Guineas sind am Freitag mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Menschen würden noch vermisst, teilte die Schifffahrtsbehörde des westafrikanischen Landes mit. An Bord des überfüllten Bootes waren demnach 69 Menschen, 18 von ihnen überlebten das Unglück. Die Piroge hatte den Angaben zufolge im Hafen von Farmoriah abgelegt und war auf dem Weg zu einem Wochenmarkt im südlichen Küstenort Benty. In der Nähe von Benty sei das völlig überfüllte Boot gesunken.  

3:20 Uhr: Ebola: Drei weitere Menschen in Madrid unter Beobachtung

Im Zusammenhang mit der Ebola-Erkrankung einer spanischen Krankenschwester sind drei weitere Menschen in Madrid zur Beobachtung ins Spital eingeliefert worden. Sie zeigten zwar bisher keine Symptome, könnten aber Kontakt zu der erkrankten Pflegerin gehabt haben, so der von der Regierung eingesetzte Ebola-Krisenstab am Freitag. Damit stehen nun insgesamt 17 Menschen in der Klinik unter Quarantäne. Die 44 Jahre alte Krankenpflegerin Teresa Romero ist der erste Mensch, der sich in Europa mit dem Ebolavirus infiziert hat.

 

 

Sie arbeitete in der Klinik Carlos III., in der im August und September zwei spanische Missionare nach ihrer Rückkehr aus Westafrika an Ebola starben. Mit der gefährlichen Seuche infizierte sie sich ersten Erkenntnissen zufolge offenbar, weil sie beim Ablegen ihrer Schutzkleidung ihr Gesicht unbeabsichtigt mit einem womöglich infizierten Arbeitshandschuh berührte. Bevor bei Romero die Ebola-Erkrankung festgestellt wurde, hatte sie mehrere Tage lang Kontakt zu anderen Menschen ohne sonderliche Schutzmaßnahmen.  

2:35 Uhr: Griechische Regierung überstand Vertrauensabstimmung im Parlament

Nach dreitägiger Debatte hat das griechische Parlament der Regierung das Vertrauen ausgesprochen. Die 155 Abgeordneten des Regierungsbündnisses aus Konservativen (Nea Dimokratia) und Sozialisten (PASOK) stellten sich in der Nacht zum Samstag in Athen geschlossen hinter Ministerpräsident Antonis Samaras. Zwei Abgeordnete enthielten sich, 131 stimmten gegen die Regierung. Die Regierung hatte die Abstimmung am Montag beantragt, um wiederholten Forderungen der Opposition nach Neuwahlen zu begegnen und die eigenen Reihen zu schließen. Die Auseinandersetzung im Parlament hatte den Charakter einer Generaldebatte zur Regierungspolitik und wurde zeitweilig in scharfem Ton geführt. Die Regierung wies auf ihre bisherigen Leistungen in der Krisenbewältigung hin. Sie mahnte politische Stabilität und Geschlossenheit an, um das Erreichte nicht zu gefährden. Samaras betonte erneut, dass der Staat sich bis zum Jahresende von der Kreditgeber-Troika verabschieden will. "Griechenland wird kein weiteres Sparprogramm brauchen." Der Opposition warf er Populismus und Reformfeindlichkeit vor. Sie sei nicht regierungsfähig.  

1:45 Uhr: Amanda Bynes in Psychoklinik eingeliefert

Die Skandal-Schauspielerin wurde nach ihrer Ankunft in Los Angeles in ein Spital geführt, dort wurde sie wegen festgestellter geistiger Krankheit in der Psycho-Abteilung festgehalten. Ihre Eltern hatten sie mit einem Trick ins Spital befördert: Bynes glaubte, das Taxi würde sie zum "London Hotel" bringen, wo sie ihre Eltern und einen Anwalt treffen sollte.

 

 

Stattdessen wiesen die Eltern den Fahrer an, die TV-Aktrice direkt ins Spital zu führen. Dort können sie Ärzte 72 Stunden lang festhalten. Bynes war zuletzt im Drogenwahn immer mehr übergeschnappt: Sie musste Freitagvormittag den Terminal des La Guardia-Flughafens verlassen, nachdem sie am Schalter das Fluglinien-Personal anbrüllte. Davor hatte sie auf Twitter ihren Vater der sexuellen Übergriffe bezichtigt.  

1:20 Uhr: Ratingsagentur S&P senkte Ausblick für Frankreich auf "negativ"

Das unter Reformdruck stehende Frankreich muss eine Abstufung seiner Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor's (S&P) fürchten. Die Ratingagentur senkte am Freitag den Ausblick für die Note "AA" auf "negativ" von "stabil". "AA" ist die dritthöchste Bonitätsnote. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft des Euroraums kämpft seit längerem mit stagnierendem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit. Zudem wird es das Land nach Angaben der Pariser Regierung in den kommenden Jahren nicht schaffen, die Regeln des Maastrichter Stabilitätspaktes einzuhalten.  

23:55 Uhr: IWF: Ukraine braucht mehr finanzielle Unterstützung

Die durch den Konflikt mit Russland geschwächte Ukraine benötigt nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere finanzielle Hilfen. Die internationalen Partner der Ukraine "müssen anfangen, darüber nachzudenken, ob sie dem Land weitere Unterstützung zukommen lassen können", sagte der Leiter der IWF-Europaabteilung, Poul Thomsen, am Freitag in Washington. Noch sei nicht abzusehen, wie hoch der zusätzliche Finanzbedarf sein werde. Eine Umstrukturierung der ukrainischen Schuldenlast ist laut Thomson derzeit aber kein Thema. Im Frühjahr hatten der Währungsfonds und Geberländer der Ukraine Hilfskredite im Umfang von 27 Mrd. Dollar (21 Mrd. Euro) bereitgestellt. Davon kamen rund 17 Mrd. Dollar vom IWF, der seine Unterstützung an strikte Sparauflagen und wirtschaftliche Reformen knüpft. Kiew hatte um die Hilfen gebeten, um einen Staatsbankrott zu vermeiden. Ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten liefern sich seit Monaten Gefechte im Osten der Ukraine. Trotz eines Anfang September vereinbarten Waffenstillstands kommt es rund um die von den Rebellen kontrollierten Städte Donezk und Lugansk (Luhansk) immer wieder zu Kampfhandlungen. In der Ostukraine liegen die industriellen Zentren des Landes.  

23:15 Uhr: Droht der Terror-Mega-Merger? Experte warnt vor Zusammenschluss zwischen ISIS und Al-Kaida

Während die Terrormiliz ISIS im Häuserkampf weiter tiefer in die kurdische Grenzstadt Kobani eindringt, warnen Experten vor einem möglichen Pakt zwischen ISIS und Al-Kaida, der vom getöteten Osama Bin Laden gegründeten Terrorgruppe, die am 11. September 2001 den USA einen schweren Schlag versetzte. ISIS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi und Al-Kaida-Chef Ayman al-Zawahiri könnten sich aussöhnen, befürchtet der irakische ISIS-Kenner Hisham al-Hashimi, der gerade ein Buch über die Dschihadisten schrieb.

 

 

Damit würde die schlimmste Terrorkrake aller entstehen, die die Welt jemals bedrohte. al-Hashimi warnt vor allem vor einer ersten Terrorwelle in Großbritannien, Frankreich und Deutschland.    

22:55 Uhr: Ebola-Panik in den USA: Flugzeug wegen Ebola-Verdachts gestoppt

In den USA haben die Behörden am Freitag ein Verkehrsflugzeug wegen Ebola-Verdachts auf dem Rollfeld gestoppt. Die Maschine sei auf dem internationalen Flughafen McCarran in Las Vegas unter Quarantäne gestellt worden, weil zwei Personen möglicherweise Symptome der Krankheit gezeigt hätten, sagte eine Sprecherin des örtlichen Krankenhauses. Im University Medical Center bereite man sich darauf vor, die Patienten aufzunehmen, sagte sie.

 

 

Ein Sprecher des Flughafens war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. An den US-Börsen gaben die Aktien von Fluggesellschaften Delta Air Lines, Southwest Airlines und United Continental Holdings nach dem Bericht über den Stopp des Flugzeugs rund zwei Prozent nach. Auch der Dow-Jones-Index und die Technologiebörse Nasdaq weiteten ihre Verluste aus.  

22:45 Uhr: Amanda Bynes dreht völlig durch: Beschuldigt Vater der "sexuellen Belästigung"...

Die im Drogenwahn abstürzende TV-Schauspielerin beschuldigte ihren Vater Rick auf Twitter, sie als Kind "verbal, körperlich und sexuell" missbraucht zu haben. Ihre Eltern reagierten entsetzt. Ihre Mutter verteidigte ihren Mann: "Rick war der beste Vater und Ehemann, den man sich vorstellen kann".

 

 

Die Blondine ruderte Stunden später zurück: "Mein Vater hat keine dieser Sachen jemals gemacht", twitterte sie Freitagnachmittag: "Ein Mikrochip in meinem Gehirn veranlasste mich, diese Behauptungen aufzustellen". Ihr Vater sei jedoch verantwortlich für die Implantierung des Computerchips... Bis vor kurzem hatten Bynes´ Eltern die Vormundschaft über die Aktrice nach ihrem ersten Absturz 2013. Als das Gericht die Verfügung jedoch aufhob, riss Amanda von zu Hause aus. Seither liefert sie fast täglich neue Exzesse.

22:30 Uhr: Clinton-Präsidentschaftsbibliothek veröffentlicht Lewinsky-Akten

Die "Clinton Presidential Library" in Little Rock (Arkansas) gab Freitagnachmittag 10.000 bisher unter Verschluss gehaltene Aktenseiten der Clinton-Amstzeit frei. In den Unterlagen sind mögliche brisante Passagen zu allen der großen Clinton-Skandale enthalten: Die Affäre um den Immobilien-Deal Whitewater, die Pardonierung des Financiers Marc Rich, der Selbstmord von White-House-Anwalt Vince Foster, Hillary Clintons "Task Force" zur gescheiterten Gesundheitsreform – und natürlich der Mega-Sexskandal "Monicagate" nach der Affäre zwischen Präsidenten Bill Clinton und der Praktikantin Monica Lewinsky.

 

 

Die Freigabe der Dokumente wird in Zusammenhang gebracht mit einer möglichen Kandidatur von Hillary Clinton fürs White House in 2016. Es soll früh möglichen Vorwürfen der Geheimniskrämerei begegnet werden. Und sollten neue "Bomben" in den Unterlagen stecken, wäre Hillary Clinton die Skandalberichterstattung jetzt lieber als im Wahlkampf. Bisher scheinen jedoch nach einer Durchsicht von "USA Today" die Papiere eher harmlos. In einem Memo, in dem Gegenargumente nach der Veröffentlichung des für Bill Clinton verheerenden "Starr-Reports" zum Monicagate-Skandal gesucht wurden, hielten White-House-Mitarbeiter fest: "Der Präsident habe den schweren Fehler eingestanden, eine unangebrachte Beziehung mit Monica Lewinsky begonnen zu haben..." Der Stab schloss weiters: "Seine privaten Fehler sind keine Grundlage für ein Amtsenthebungsverfahren". In einer Email am Tag des Interviews von TV-Star Barbara Walters mit Lewinsky wurde überlegt, ob Sprecher Joe Lockhart die erwartete Frage, ob Clinton sich das Interview ansehen werde, mit Humor beantworten sollte: "Zu dieser Zeit sieht sich der Präsident üblicherweise Star Treck Voyager an...", sollte Lockhart scherzen. Nachzulesen in den Unterlagen ist auch, wie der nervöse Stab Lewinsky ins Pentagon versetzte, als sie "Clinton zu nahe kam".     

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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