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Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:00 Uhr: Mexiko: Vermisste Studenten nicht unter den 28 Leichen aus Massengrab

Chilpancingo (AFP) - Bei den in mehreren Gräbern in Südmexiko entdeckten Leichen handelt es sich nach Angaben der Behörden nicht um die vermissten 43 Studenten. Der mexikanische Generalstaatsanwalt Jesus Murillo Karam sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz, die DNA-Analysen stimmten nicht mit jenen überein, die sie von den Angehörigen der vermissten Studenten erhalten hätten. Nach dem Verschwinden der Studenten Ende September waren mehrere Massengräber nahe der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero entdeckt worden, die Untersuchungsergebnisse der ersten 28 Leichen lagen nun vor.

Murillo Karam verkündete zudem die Festnahme von 14 weiteren Polizisten aus Guerrero, die in den Fall verwickelt sein könnten. Ihnen wird demnach vorgeworfen, die Studenten entführt und an eine Drogenbande ausgeliefert zu haben. Zuvor waren bereits 26 verdächtige Polizisten festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden sind derzeit 300 Beamte mit den Ermittlungen rund um die Vermissten beschäftigt.  

2:35 Uhr: Showdown in Hongkong: Schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei

Zwischen prodemokratischen Demonstranten und der Polizei ist es in Hongkong am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) zu schweren Zusammenstößen gekommen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, gingen hunderte Beamte gegen Protestierende vor, die auf einer großen Straße nahe dem Sitz der Stadtverwaltung neue Barrikaden errichtet hatten. Demnach setzten sie Pfefferspray gegen Demonstranten ein, die sich weigerten, die Straße zu räumen. Es gab mehrere Festnahmen und Verletzte auf beiden Seiten. Zunächst blieb aber unklar, wie viele Demonstranten insgesamt abgeführt wurden. Binnen einer Stunde brachte die Polizei die viel befahrene Hauptstraße wieder unter Kontrolle.

 

 

Protestierende sagten der Nachrichtenagentur AFP, die Blockade sei als Vergeltung für die Räumung eines anderen Protestortes durch die Polizei geplant gewesen. Die Polizei ging am Mittwochmorgen offenbar auch gewaltsam gegen Journalisten vor. Der Online-Reporter Daniel Cheng sagte AFP, er sei von mehreren Polizisten festgehalten und geschlagen worden. "Ich habe versucht, ihnen zu sagen, dass ich ein Reporter bin, aber sie haben mir nicht zugehört", sagte er. Demnach erlitt er Schnittwunden und Verletzungen an Nacken und Rücken. Erst als es ihm später gelang, seinen Presseausweis zu zeigen, sei er freigelassen worden.  

1:40 Uhr: Zuckerl oder Trick? Facebook und Apple bezahlen Einfrieren von Eiern von Mitarbeiterinnen

Es wirkt wie eine großzügige Geste der Arbeitgeber: Die Tech-Giganten Apple und Facebook bieten angestellten Frauen Krankenversicherung an, die das Einfrieren von Eiern komplett bezahlen. Die Kosten sind beträchtlich: Die Extraktion der Eier kostet im Schnitt 10.000 Dollar, das Aufbewahren 500 Dollar jährlich. Die Frauen können so später in ihrem Leben per In-vitro-Fertilisation Kinder haben.

 

 

Die Methode ist längst ein Trend in den USA, nachdem viele Frauen wegen der Karriere ihre fruchtbarsten Jahre verpassen. Doch die Großzügigkeit von Apple und Facebook löste prompt eine Debatte aus. Denn: Handeln die Konzerne eher im Eigeninteresse, um Baby-Pausen von jüngeren Frauen im Betrieb zu vermeiden?  

0:45 Uhr: Ebola-Drama: 76 Krankenhausmitarbeiter laut US-Seuchenbehörde gefährdet, insgesamt 125 jetzt auf "Ebola Watch List"

Die US-Gesundheitsbehörden haben 76 Krankenhausmitarbeiter unter Beobachtung gestellt, die bei der Behandlung des verstorbenen Ebola-Patienten Thomas Eric Duncan mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnten. Die Risikogruppe werde auf Fieber und andere Symptome der Krankheit überwacht, sagte Thomas Frieden, Direktor der US-Seuchenkontrollbehörde (CDC), am Dienstag. Die potenziellen Virusträger sind laut Frieden an der Behandlung von Duncan in dem Krankenhaus Texas Health Presbyterian in Dallas beteiligt gewesen.

 

 

Zu der Risikogruppe zählen den Angaben zufolge nicht nur Ärzte und Pflegekräfte, sondern alle, die Duncans Zimmer betreten oder mit den Blutproben des Patienten hantiert hätten. Am Wochenende war eine Krankenschwester der Klinik positiv auf das Ebola-Virus getestet worden. Wie sie sich trotz Schutzkleidung und strenger Sicherheitsvorkehrungen infizierte, war am Dienstag weiter unklar. Es handelt sich um die erste Übertragung des hochgefährlichen Erregers in den USA.  

0:05 Uhr: Rating-Agentur Fitch droht Frankreich mit der Herabstufung

Die Rating-Agentur Fitch hat angesichts der schwachen Konjunktur wachsende Zweifel an der Bonität Frankreichs. Die Kredit-Experten beließen zwar am Dienstag ihre Bewertung der Kreditwürdigkeit bei der Note "AA+". Sie versahen diese jedoch mit einem "Rating Watch Negative" und brachten damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit zum Ausdruck, dass die Note bald gesenkt wird. Die schwache Wirtschaftsentwicklung werde dem Land die Budgetkonsolidierung erheblich erschweren, erklärte Fitch.  

23:20 Uhr: Bricht der Flieger jetzt auseinander? Schrecksekunden für Passagiere in US-Jet

Kurz nach dem Start einer "American Airlines"-Maschine vom Airport in San Francisco erstarrten viele der Fluggäste in Todesangst: Mit lautem Krachen und Knirschen rissen die Plastikverkleidungen um die Fenster auf, tiefe Risse entstanden, der ganze Rumpf schien sich zu verbiegen.

 

 

Die Crew wollte zuerst jedoch den Flug fortsetzen, erst nach einer persönlichen Inspektion der Schäden kehrte der Pilot zu einer Notlandung zum Flughafen zurück. Für die Experten war der Jumbojet jedoch nicht in Gefahr: Ein defekter Luftschacht hatte zu den Schäden geführt....  

23:00 Uhr: Papagei tauchte nach vier Jahren wieder auf, sprach spanisch...

Vier Jahre lang war der Graupapagei "Nigel" verschwunden. Nun wurde der sprachbegabte Vogel mit seinem britischen Besitzer im kalifornischen Torrance wieder vereint. Zur Darren Chicks Überraschung hat der Papagei seinen britischen Akzent durch spanisches Vokabular ersetzt, wie die Zeitung "Daily Breeze" berichtete. Niemand weiß, wo Nigel die letzten Jahre verbrachte. Die Rückkehr zu seinem Besitzer war ein reiner Glücksfall. Sie habe den "sehr klugen Vogel" in ihrem Garten entdeckt und zu sich genommen, sagte Julissa Sperling aus Torrance der "Los Angeles Times" am Dienstag.

 

 

Er habe spanische Sätze wie "no problema" und "¡Que paso?" von sich gegeben und zu Salsa-Musik im Takt gewippt. Über Suchanzeigen nach vermissten Graupapageien stieß Sperling auf die Tierarzthelferin Teresa Micco, die ihren eigenen entflogenen Papagei suchte. Über den Mikrochip des herrenlosen Vogels und mit weiterer Spürarbeit machten sie den Besitzer Darren Chick aus. "Ich wusste sofort, dass er es ist", freute sich der Brite laut "Daily Breeze". Doch wer ist Larry? Diesen Namen plappert Nigel seit seiner Rückkehr nun häufig vor sich hin.  

22:45 Uhr: Sängerin Kesha verklagt Produzenten wegen "sexuellem Missbrach"

Schock in der Entertainment-Industrie wegen der Sex-Klage der Star-Sängerin: Kesha (27) behauptet in einer Klage gegen ihren Langzeit-Musikproduzenten Dr. Luke (41), dass sie "sexuell, körperlich, emotional und verbal" missbraucht worden wäre in den letzten neun Jahren.

 

 

Lukasz Gottwald, so Dr. Lukes richtiger Name, hatte Kesha als 18-Jährige entdeckt und ihr den ersten Vertrag verschafft. Der Produzent konterte mit einer Gegenklage: Kesha hätte die Vorwürfe erfunden, um ihren Vertrag vorzeitig beenden zu können. Er sprach von einem Erpressungsversuch.  

22:30 Uhr: Nach Ebola-Pfusch in Dallas: US-Seuchenbehörde überlegt Behandlung ausschließlich in "Ebola-Zentren"

Die US-Seuchenbehörde CDC gerät wegen dem Ebola-Chaos in den USA immer ärger unter Druck: Der belagerte Chef der Behörde, Dr. Michael Frieden, geht jetzt in die Offensive: Ein "Ebola Response Team" wurde gegründet, eine "schnelle Eingreiftruppe", die binnen Stunden in Spitälern mit Verdachtsfällen Lokalkräfte unterstützen soll. Frieden änderte seine Taktik. Zuerst wollte er die  Gefahren von Ebola in den USA noch kleinreden. Und Frieden hatte vor dem ersten US-Ebola-Fall auch versichert, jedes US-Spital wäre für die Behandlung von Patienten gerüstet. Dann folgte die Pannen-Serie in Dallas:

 

 

Der inzwischen verstorbene Liberianer Thomas Duncan wurde erst beim zweiten Spitalsbesuch in die Isolierstation aufgenommen. Bei seiner Behandlung steckte sich die Krankenschwester Nina Pham (26) mit Ebola an. Jetzt dürfte die CDC den Ebola-Notfallplan umkrempeln: Künftige Patienten könnten in auf Infektionskrankheiten spezialisierten Kliniken überstellt werden. Die vier effektivsten "Biocontainment"-Flügel in den USA sind im Emroy Hospital (Atlanta), National Institute of Health (Bedesta), Nebraska Medical Center (Omaha) und St. Patrick Hospital (Missoula) untergebracht. Die Maßnahme scheint nötig, da die Ausbildung des Personals in normalen Spitälern beim Umgang mit Ebola unzureichend scheint. Vor allem die extrem hohe Ansteckungsgefahr beim Kontakt mit Ebola-Kranken macht kleinste Fehler fatal: Am Höhepunkt der Erkrankung enthält ein Fünftel eines Teelöffels Blut eines Infizierten zehn Milliarden Viren-Partikel, so die New York Times: Bei einem HIV-Infizierten sind es maximal 100.000 Partikel. "Das erklärt, warum Ebola so extrem ansteckend ist", sagt Bruce Ribner, ein Spezialist für Infektionskrankheiten.  

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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