26 Stunden auf offener See überlebt

Fährunglück

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26 Stunden auf offener See überlebt

Mehr als einen Tag nach dem Fährunglück vor Indonesien ist eine Frau lebend aus dem Meer geborgen worden. Die junge Frau sei 26 Stunden nach dem Unglück von Fischern vor der Küste der Insel Karimun nahe Singapur gerettet worden, sagte ein Marinesprecher am Montag. Bei dem Unglück waren am Sonntag nach offiziellen Angaben mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen, 245 weitere konnten gerettet werden.

Die Behörden fürchten, dass noch zahlreiche Opfer in dem auf den Meeresgrund gesunkenen Schiff eingeschlossen sind. Zwischen 17 und 27 Menschen galten als vermisst. Der Kapitän wies Vorwürfe zurück, wonach die Fähre überladen war.

Plötzlicher Wetterumschwung
Das für 273 Insassen ausgelegte Schiff sei nicht überfüllt gewesen, betonte Kapitän Johan Napitupulu. Es habe vor dem Auslaufen auch keinerlei Unwetterwarnungen gegeben. Eine halbe Stunde später habe sich das Wetter plötzlich extrem verschlechtert, und die "Dumai Express" sei binnen 27 Minuten mit dem Bug voran gesunken.

Widersprüchliche Angaben zu Passagierzahl
Überlebende berichteten dagegen, die Fähre habe mehr als 350 Passagiere an Bord gehabt, die wegen eines bevorstehenden muslimischen Feiertags zudem viel Gepäck dabei gehabt hätten. Es seien mindestens 50 Fahrgäste ohne Tickets an Bord gewesen, berichtete ein Passagier. Ein anderer sagte, viele Passagiere hätten stehen müssen, weil sämtliche Sitzplätze belegt gewesen seien.

Im Inselstaat Indonesien kommt es immer wieder zu schweren Fährunglücken, oft wegen einer Überladung der Schiffe. Zuletzt starben im Jänner beim schwersten Unglück seit zwei Jahren mehr als 330 Menschen vor der Insel Sulawesi.

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