Abtreibungspille in Italien erlaubt

Trotz Kirchen-Kritik

 

Abtreibungspille in Italien erlaubt

Trotz des heftigen Widerstands der katholischen Kirche hat die italienische Arzneimittelbehörde die Abtreibungspille RU 486 zugelassen. Die Behörde habe die Pille nach zweijährigen Beratungen genehmigt. Zuvor hatte die Kirche nochmals heftig vor der Zulassung der auch unter dem Namen Mifegyne vertriebenen Abtreibungspille gewarnt. Auch mehrere Minister der Regierung von Silvio Berlusconi hatten sich gegen sie ausgesprochen.

Die Kirche lehnt die Abtreibungspille mit Verweis auf das Recht auf Leben vom Moment der Empfängnis an ab. RU 486 sei "kein Medikament, sondern ein tödliches Gift", erklärte noch wenige Stunden vor der Entscheidung Bischof Elio Sgreccia, der ehemalige Präsident der Akademie für das Leben im Vatikan.

RU 486 bietet Frauen beim Schwangerschaftsabbruch eine Alternative zum chirurgischen Eingriff. In Deutschland wird das Medikament unter dem Namen Mifegyne seit 1999 vertrieben.

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