Anschlagserie hält Griechenland in Atem

Linksautonome

© REUTERS/Kolesidi

Anschlagserie hält Griechenland in Atem

In Griechenland dauert die Serie von Anschlägen linksgerichteter autonomer Gruppen an. In der Nacht auf Freitag haben etwa 15 Vermummte eine Polizeistation in der Athener Vorstadt Egaleo mit mehreren Brandflaschen attackiert. Sechs Polizeiwagen brannten vollständig aus, wie das staatliche Fernsehen (NET) am Morgen berichtete. Linksgerichtete Gruppen und Autonome verüben in Griechenland immer wieder Anschläge. Am Vortag war es in der griechischen Hauptstadt zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen, die gegen eine Rentenreform und Privatisierungen durch die konservative Regierung protestierten.

Serie von Anschlägen
Vor mehreren Tagen attackierten Vermummte mit Brandflaschen und Steinen die Parteizentrale der oppositionellen Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) von Ex-Außenminister Georgios Papandreou in Athen. Verletzt wurde dabei niemand. Es entstanden jedoch erhebliche Sachschäden. In den vergangenen Monaten haben sich Dutzende solcher Ausschreitungen ereignet. Vor über einem Jahr war die US-Botschaft in Athen mit einer Panzerfaust beschossen worden; zu dem Anschlag hatte sich die Untergrundorganisation "Revolutionärer Kampf" bekannt.

Die 2001 zerschlagene linksextremistische Untergrundorganisation "17. November", die sich nach dem Datum der blutigen Niederwerfung des Athener Studentenaufstands gegen die Militärdiktatur im November 1973 nennt, hatte in einem Vierteljahrhundert 23 Menschen ermordet, darunter Diplomaten, Unternehmer, Verleger und Politiker, und Dutzende von Bombenanschlägen verübt. Prominente Anschlagsopfer waren der konservative Parlamentsabgeordnete Pavlos Bakoyannis, Schwiegersohn des ehemaligen Ministerpräsidenten Konstantinos Mitsotakis und Ehemann der heutigen griechischen Außenministerin Dora Bakoyannis, der CIA-Resident in Athen, Richard Welch, und Diplomaten aus Großbritannien und der Türkei.

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