Bombardier Straßenbahnwerk in Wien geht in Betrieb

500 Arbeitsplätze

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Bombardier Straßenbahnwerk in Wien geht in Betrieb

Das Straßenbahnwerk des kanadischen Verkehrstechnik Konzern Bombardier hat nach 14-monatiger Bauzeit den Betrieb in Wien aufgenommen. Rund 500 Mitarbeiter sind am neuen Bombardier-Standort beschäftigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen hat 30 Mio. Euro betragen. Rund 70 Straßen- und Stadtbahnen sollen jährlich aus dem Werk rollen.

Signalwirkung für weitere Investoren
Verantwortlich für die Errichtung des neuen Betriebsstandorts des Schienenverkehrskonzerns Bombardier zeichnete der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF). Insgesamt wurden auf dem 37.500 Quadratmeter großen Grundstück des WWFF in der Hermann-Gebauer-Straße 20.000 Quadratmeter Produktions-, Büro- und Lagerflächen realisiert. Der erfolgreiche Abschluss dieses Projekts sei auch ein Signal an andere Unternehmen, in Wien zu investieren, so WWFF-Geschäftsführer Bernd Rießland am Donnerstag in einer Aussendung.

Im Fall des neuen Bombardier-Werks übernahm der WWFF die Projektentwicklung inklusive der Organisation der Planung und Konzeption. Vom Betriebsgrundstück bis hin zum Finanzierungsmodell und zur Errichtung des Werks war der WWFF federführend bei der Realisierung dieser modernen Betriebsanlage.

Mit dem Verbleib von Bombardier in Wien konnten 500 Industrie-Arbeitsplätze gesichert werden. Für den Neubau gründete der WWFF mit einem privaten Partner eine Errichtungsgesellschaft.

Erster Komplettzug als "Weihnachtsgeschenk"
Seit der Fertigstellung des Werks begann Bombardier mit der schrittweisen Verlagerung der Produktion an den neuen Standort. Die Übersiedlung erfolgte ohne Unterbrechung in der Fertigung. Kurz vor Weihnachten soll der erste Komplettzug aus dem neuen Werk rollen. Dabei handelt es sich um eine Garnitur für die Wiener Linien (U6). Spätestens Ende Februar wird der bis dahin laufende Probebetrieb beendet sein.

Modernste Produktionsanlagen
Das neue Werk verfügt über einen Bahnanschluss mit An- und Abliefermöglichkeit. Zu den Neuerungen gegenüber dem alten Werk zählen auch ein 160 Meter langes Testgleis, eine Schiebebühnenanlage, eine Zwei-Komponenten-Lackieranlage, Lackierboxen mit Befeuchtungseinrichtung, ein Zentrallager sowie die Möglichkeit zur Fertigung über zwei Geschoße. Außerdem vereint das neue Werk alle in Österreich vertretenen Bombardier-Divisionen an einem Standort.

Der Neubau des Werks war notwendig geworden, da am bisherigen Standort in Floridsdorf veraltete und nicht mehr zeitgemäße Werksstrukturen bestanden.

Nicht nur Züge für den Wiener Betrieb
Rund 70 Straßen- und Stadtbahnen sollen in Zukunft pro Jahr aus dem neuen Werk rollen. In Wien werden unter anderem Fahrzeuge für Wien (Badner-Bahn, U6-Niederflur), Linz, Innsbruck, Stockholm oder Porto hergestellt.

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