07. April 2009 06:58
16:20 Premierminister Silvio Berlusconi kündigt an, die Suche nicht
abbrechen zu lassen. "Wir werden noch weitere 48 Stunden lang die
Suchaktion fortsetzen", erklärt er.
16:13 14 Menschen werden offiziell noch vermisst. Gesucht
werden beispielsweise vier Jugendliche, die sich unter den Trümmern eines
eingestürzten Studentenheims in L'Aquila befinden.
15:47: Augenzeugen berichten: "Hier sieht es aus wie nach einem
Bombenangriff!"
15:12: Grund für die Evakuierungen der Dörfer rund um l´Aquila:
Experten sagen ein weiteres Mega-Beben voraus.
15:01 Die Rettungsmannschaften haben damit begonnen, die
unmliegenden Dörfer zu evakuieren.
14:53 Die Caritas unterstützt die Opfer mit psychologischer Hilfe.
14:32 Der Vatikan entsendet ein eigenes Feuerwehrteam.
14:16 Eine 98-Jährige wurde nach 30 Stunden lebend geborgen.
13:58 Weiters müssten noch 17 Leichen identifiziert werden. Da es
noch mehrere Nachbeben gegen habe, appelliert Berlusconi an die Bevölkerung,
nicht in ihre Wohnungen zurückzukehren.
13:37 Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben ist nach Angaben
des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi am Dienstag auf 207
gestiegen.15 Menschen würden noch vermisst, teilt er mit.
13:24 Italien hat die Europäische Union bisher immer noch nicht um
Hilfe ersucht. Österreich könnte umgehend eine Hundestaffel zur Suche nach
Überlebenden bereitstellen, Italien habe aber jede Unterstützung abgelehnt,
hatte Innenministerin Maria Fekter am Montag erklärt. Die EU hat für Hilfe
bei Naturkatastrophen einen Solidaritätsfonds. Dieser ist jährlich mit rund
einer Milliarde Euro dotiert.
13:15 Schon in den nächsten Tagen soll der Zivilschutz eiligst
billige Fertighäuser aufstellen. "Es muss erst mal ein
provisorisches Dorf errichtet werden", meint ein Zivilschützer. Viele
Obdachlose bangen, dass das Provisorium zum Dauerzustand werden könnte.
13:08 Die italienischen Fußballer werden am kommenden Wochenende zu
Ehren der Opfer des schweren Erdbebens mit Trauerflor antreten.
12:41 Erst sprachen die Behörden von 50.000 Obdachlosen, letztlich
dürften es "nur" 17.000 sein. Der Zivilschutz spricht von
10.000 beschädigten Gebäuden.
12:32 Chaos in der errichteten Zeltstadt am Rande von l´Aquila: Die
dort untergebrachten Einwohner sowie die in Bussen aus der Region gebrachten
Menschen müssen sich registrieren. Immer wieder verlassen die verstörten
Einwohner das Areal, damit wird der Vorgang der Registrierung erschwert.
11:43 Die beiden Beben von 11:26 Uhr erreichten die Stärke 4,5 laut
Richter. Sie wurden sogar in Rom gespürt. Über neue Schäden war zunächst
nichts bekannt.
11.39: Das verheerende Erdbeben hat viele Kunstschätze
unwiederbringlich zerstört. Ein Großteil der mittelalterlichen Monumente und
die Kirchen in der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila wurden schwer beschädigt.
11:25 Wieder erschüttern zwei schwere Beben die Region. Menschen
ducken sich in Panik, die Rettungskräfte, die in der Altstadt nach
Verschütteten suchen, rennen in geschützte Gebiete.
11:22 Fast minütlich landen Hubschrauber am Rande der Zeltstadt, die
am Fuße von l´Aqulia errichtet wurde, um Hilfslieferungen zu bringen.
Die Toten werden in einer Schule aufgebahrt Foto (c) A. Lexer
11:04 Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi wird wieder im
Katastrophengebiet erwartet. Er will sich nochmals einen Überblick über das
Ausmaß der Zerstörungen machen.
10:43 Erste Kritik an der schlechten Bauweise wird laut. Der
Ex-Zivilschutz-Chef und ein Vulkanologe empören sich, dass selbst neue
Gebäude eingestürzt sind, obwohl ihrer Ansicht nach das Beben gar nicht so
stark war. Sie verlangen, dass man sich ein Beispiel an den USA und Japan
nimmt, was die Gebäudesicherheit anlangt.
10:03 L'Aquila gleicht mittlerweile einer Geisterstadt. Zahlreiche
Menschen, die ihre Häuser verloren haben, sind Richtung Silvi Marina
unterwegs, sie werden dort untergebracht.
09:42 Besonders dramatisch ist die Lage in dem winzigen Ort Onna. In
dem 400 Seelen-Nest weiß man noch immer nicht, wer überhaupt die 37 Toten
sind. In Onna leben viele Migranten, deren Identifizierung sich als
schwierig erweist.
09:18 Unser Korrespondent im Krisengebiet, Andreas Lexer, berichtet,
dass zur Stunde Tausende Obdachlose in den am Meer gelegenen Tourismusort
Silvi Marina gebracht werden. Dort werden sie in Hotels und Notunterkünften
einquartiert.
09:08 40 Leichen konnten noch immer nicht identifiziert werden.
08:54 Die Erde bebt indes weiter. Verängstigte Einwohner geraten in
Panik.
08:14 Immer wieder können Menschen unter den Trümmern gerettet
werden. Vermisst werden derzeit immer noch 34 Menschen.
07:54 Die Zahl der Erdbebenopfer nimmt laufend zu. Italienische
Zeitungen berichten von mittlerweile 179 Leichenfunden.
05:37 Aus allen Teilen Italiens treffen erste Hilfslieferungen ein.
Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat gestern 30
Millionen Euro als Soforthilfe in Aussicht gestellt und den Notstand
ausgerufen. Außerdem hofft Italien auf Aufbauhilfen in der Höhe von mehreren
hundert Millionen Euro aus Brüssel.
04:02 Die Suche nach Verschütteten geht die ganze Nacht lang weiter,
die Rettungsarbeiten werden aber immer mehr ein Wettlauf der Helfer mit der
Zeit. Über 100 Menschen konnten bisher in der besonders stark betroffenen
Regionalhauptstadt der Abruzzen, L'Aquila, und der Provinz gerettet werden.
02:40 23 Stunden nach dem verheerenden ersten Erdstoß finden die
Einsatzkräfte eine 24 Jahre alte Studentin und können sie aus den Trümmern
befreien. Ihr geht es den Umständen entsprechend gut, heißt es.
02:32 Die üblichen Nachbeben sind in der Nacht auf Dienstag im
Katastrophengebiet in Mittelitalien nicht ausgeblieben. Das heftigste hatte
eine Stärke von 4,8, ein weiteres Nachbeben hatte die Stärke 3,6. Über neue
Schäden ist noch nichts bekannt.