Erzbischof starb den Märtyrertod im Irak

Er schwörte nicht ab

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Erzbischof starb den Märtyrertod im Irak

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung hat am Freitag die Beerdigungszeremonie für den in Geiselhaft gestorbenen chaldäisch-katholischen Erzbischof der irakischen Stadt Mossul (Mosul), Paulos Faraj Rahho (Raho), begonnen. An dem Trauergottesdienst für den Geistlichen nahm auch Kardinal Emmanuel Delly III., der in Bagdad residierende Patriarch von Babylon und Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, teil.

Widerstand im Zeichen des Glaubens
Rahhos Leiche war am Donnerstag in Mossul auf gefunden worden, zwei Wochen, nachdem er von Unbekannten entführt worden war. Der Trauergottesdienst wurde im christlichen TV-Sender Ishtar TV übertragen. Dieser berichtete auch, dass die Entführer Rahho hätten zwingen wollen, seinem Glauben abzuschwören und zum Islam zu konvertieren. Doch habe dieser bis zuletzt Widerstand geleistet.

Die genaue Ursache für den Tod des Erzbischofs war am Freitag weiterhin unklar. Ein Polizeisprecher in Mossul sagte der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak, der Leichnam des Bischofs habe keine Schusswunden aufgewiesen. Der 65-Jährige sei mindestens drei Tage tot gewesen, als seine Leiche aufgrund eines telefonischen Hinweises der Entführer gefunden wurde. Er war von den Geiselnehmern begraben worden.

Weltweite Empörung
Sein Tod in Geiselhaft rief bei Geistlichen und Politikern international Empörung hervor. Auch der irakische Präsident Jalal Talabani verurteilte den "abscheulichen Mord". Ministerpräsident Nuri al Maliki versprach: "Wer diese schreckliche Tat begangen hat, wird nicht vor der Justiz fliehen können." Der Präsident der kurdischen Autonomieregion, Massud Barzani, nannte Rahho eine "wichtige Persönlichkeit". Auch die Parlamentsfraktionen der radikalen schiitischen Sadr-Bewegung, der sunnitischen Konsensfront und der säkularen Nationalen Irakischen Liste drückten ihr Entsetzen aus.

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