Garridos Vater glaubt an mehr Verbrechen

Fall JayceLee

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Garridos Vater glaubt an mehr Verbrechen

Der Vater des Entführers von Jaycee Lee Dugard traut seinem Sohn mehrere Morde zu. "Ich schätze, er könnte darin verwickelt sein, was mit den Prostituierten passierte", sagte Manual Garrido mit Blick auf ungeklärte Morde an Prostituierten in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Sun". "Mein Sohn hat offensichtlich etwas sehr Krankes getan, und es ist richtig, sich all die anderen kranken und schlimmen Sachen anzuschauen, die in derselben Zeit passierten."

Neben dem Entführungsfall Jaycee ermittelt die Polizei gegen den 58-jährigen Phillip Garrido auch im Zusammenhang mit ungeklärten Morden an Prostituierten in den 90er Jahren. Nachdem JayceeLee entdeckt wurde, hat die Polizei die Akten zu Morden an zehn Prostituierten und drei Mädchen wieder geöffnet, die nach Garridos Freilassung aus dem Gefängnis verschwunden waren. Deswegen durchsuchte die Polizei das Grundstück von Garrido auch mit Leichenspürhunden. Vater Manual Garrido glaubt allerdings nicht, dass die Polizei fündig wird: "Dafür ist er zu schlau. Wenn er eine Leiche loswerden müsste, würde er sie in einen Fluss werfen."

Früheres Sex-Opfer packt aus
Eine Amerikanerin, die 1976 von Phillip Garrido entführt und vergewaltigt wurde, hat am Montag über ihren eigenen Leidensweg und die Entführung von Jaycee Lee Dugard gesprochen. "Es ist fürchterlich, was er ihr (Dugard) angetan hat, aber ich habe keine Zweifel daran, dass er dazu fähig war", sagte Katie Hall in der Larry King-Talkshow beim Sender CNN.

"Ich dachte, ich würde sterben"
Hall schilderte am Montag, wie sie Garrido in die Hände gefallen war. Er hatte sie auf einem Parkplatz angesprochen, ob sie ihn ein Stück mitnehmen könne, weil sein Auto nicht anspringe. Nach einer kurzen Fahrt habe er sie brutal überwältigt, gefesselt und in einen Lagerschuppen verschleppt. "Ich dachte, ich würde sterben", sagte Hall. "Ich kann mir nicht vorstellen, was Jaycee durchmachen musste. Er hatte mich nur für acht Stunden. Er hatte sie 18 Jahre lang".

Sie selbst war im Alter von 25 Jahren von Garrido verschleppt und über Stunden hinweg vergewaltigt worden. Durch Zufall entdeckte ein Polizist Garridos Versteck in einem Lagerhaus, befreite das Opfer und nahm ihn fest. Er wurde zu 50 Jahren Haft verurteilt, kam aber nach 11 Jahren auf Bewährung frei.

Knochen auf Nachbargrundstück
Bei der Suche nach Hinweisen für weitere Verbrechen Garridos haben die Ermittler auf einem Nachbargrundstück ein Knochenfragment gefunden. Ob es sich um einen menschlichen oder tierischen Knochen handelt, ist noch nicht klar. Die Polizei hat die Ermittlungen auf das Nachbargrundstück ausgedehnt, nachdem Anrainer erklärt hatten, Phillip Garrido habe bis vor drei Jahren das Nachbarhaus gehütet und die dort lebende ältere Dame betreut.

Garrido könnte für die Ermordung von mehreren Prostituierten Anfang der 90er Jahre und noch andere ungelöste Fälle verantwortlich sein. An den Ermittlungen beteiligte sich auch die Polizei der nahen Stadt Pittsburg. Dort wurden einst die Leichen von Prostituierten in der Nähe eines Gewerbegebiets gefunden, in dem Garrido in den 90er Jahren gearbeitet hatte.

18 Jahre lange Tortur
1991, wenige Jahre nach seiner Freilassung, entführte er in Nordkalifornien die damals 11-jährige Jaycee Lee Dugard, hielt sie 18 Jahre in einem Garten hinter seinem Haus in Antioch versteckt, wo er sie auch sexuell missbrauchte. So lautet die Anklage gegen den jetzt 58-Jährigen und seine Ehefrau Nancy Garrido. Die Eheleute waren in der vergangenen Woche festgenommen worden. Jaycee und ihre beiden 11 und 15 Jahre alten Töchter, die sie während ihrer Gefangenschaft zur Welt brachte, wurden mit ihrer Familie vereint. Sie befinden sich an einem unbekannten Ort, wo sie von Ärzten und Psychologen betreut werden.

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