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Nach Internet-Aufruf

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Interpol erhielt 200 Hinweise zu Pädophilen

Einen Tag nach der weltweiten Veröffentlichung von Fotos eines mutmaßlichen Kinderschänders hat Interpol schon über 200 Hinweise auf die Identität des Mannes erhalten. Die Zahl der Besucher der Interpol-Website (http://www.interpol.int), auf der die Bilder des Gesuchten zu sehen sind, habe sich um das 30-Fache erhöht, erklärte die Behörde am Dienstag in der französischen Stadt Lyon.

Hinweise kämen von Privatpersonen, aber auch von staatlichen Polizeibehörden. Interpol hatte die Fotos am Dienstag auf seine Website gestellt. Der Mann soll zwischen 2000 und 2001 Hunderte Fotos an Pädophile verschickt haben, auf denen er beim Missbrauch asiatischer Kinder zu sehen ist.

Es ist erst das zweite Mal, dass Interpol eine derartige Aktion startet. Im Oktober wurde auf diesem Wege ein mutmaßlicher kanadischer Kinderschänder in Thailand gefasst.

Bilder auf PC entdeckt
Die veröffentlichten Bilder seien auf dem Computer eines verurteilten Kinderschänders sowie im Internet gefunden worden. Name, Nationalität und Aufenthaltsort des Mannes seien unbekannt. Die Bilder zeigen einen über 50-jährigen Mann mit leicht schütteren, grauen Haaren und Brille zu sehen.

Insgesamt gebe es gut 100 Bilder, die vermutlich in Südostasien aufgenommen worden seien, hieß es. Der Mann missbrauche darauf mindestens drei verschiedene Buben im Alter von sechs bis zehn Jahren. Die norwegische Polizei habe im März 2006 die ersten derartigen Bilder gefunden. "Weltweit haben die Behörden alles, was möglich ist, getan, um diesen Mann zu fassen, der ganz klar eine Gefahr für kleine Kinder ist", sagte Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble. "Darum rufen wir jetzt die Öffentlichkeit auf, zu helfen, diesen Verbrecher zu identifizieren und potenzielle Opfer vor Missbrauch zu schützen."

Nach einer weltweiten Jagd hatte Interpol vergangenen Oktober einen 32 Jahre alten Kanadier festgenommen, der mehr als 200 Bilder von sich ins Internet gestellt hatte, auf denen er Kinder missbraucht. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann, der auch "Vico" genannt wird, bis zu 20 Jahre Haft. Spezialisten des Bundeskriminalamtes hatten entscheidenden Anteil an der Festnahme. "Bei unserem Aufruf im vergangenen Jahr waren es die Informationen der Öffentlichkeit, die geholfen haben, Christopher Paul Neil zu identifizieren", sagte Noble.

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