Mega-Welle bringt irische Fähre in Seenot

Heli-Einsatz

© Getty

Mega-Welle bringt irische Fähre in Seenot

Ein heftiger Sturm hat zwei Schiffe vor Großbritannien in Seenot gebracht. Eine Fähre mit 23 Menschen an Bord lief in der Nacht auf Freitag vor der westenglischen Küste bei Blackpool auf Grund, nachdem sie von einer Riesenwelle getroffen worden war. Alle Besatzungsmitglieder und Passagiere konnten in einer dramatischen Rettungsaktion bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern in Sicherheit gebracht werden, wie die Rettungskräfte mitteilten.

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Fischdampfer rammt Felsen
Im Westen Schottlands lief unterdessen ein Fischdampfer auf Felsen auf. Die 14 spanischen Besatzungsmitglieder konnten von Bord geholt werden, während das Schiff voll Wasser lief.

"Riverdance" miit Lkw beladen
Die mit Lastwagen und Aufliegern beladene Fähre "Riverdance" habe auf dem Weg von Nordirland vor der Grafschaft Lancashire Schlagseite bekommen, sagte ein Sprecher des Betreibers Seatruck Ferries. Nach ersten Angaben wurde niemand schwerer verletzt. Das Frachtschiff sollte am Freitag geborgen werden, es hatte auch 150 Tonnen Treibstoff an Bord. Die Rettung wurde von dem Unwetter erheblich behindert, die Wellen sollen zum Teil sieben Meter hoch gewesen sein. Die Besatzungsmitglieder versuchten zunächst, die Fähre wieder flott zu machen, mussten das Schiff aber am Morgen verlassen.

Am Freitag waren für Schottland und den Norden Englands Schneestürme vorhergesagt. Ein Lastwagenfahrer kam bereits am Donnerstag ums Leben, als der Wind sein Fahrzeug umwarf.

Skandinavien ohne Strom
In Schweden und Dänemark haben die stürmischen Winde am Freitag für Stromausfälle gesorgt und hektische Aktivitäten wegen befürchteter Überschwemmungen ausgelöst. Im südlichen Schweden blieben 12.000 Haushalte ohne Elektrizität. Wie der dänische Rundfunk berichtete, brach die Stromversorgung auf der Ferieninsel Laeso im Kattegat wegen umgestürzter Leitungsmasten fast völlig zusammen.

Wetterwarnung für Europa
Nicht weniger als sieben europäische Länder - von Spanien, über Großbritannien bis Finnland - mussten ein "orange" Sturmwarnung herausgeben! Ein mächtiges Tief bringt Sturmwind, meterhohe Wellen, aber zum Beispiel auch schneeglatte Straßen in Spanien. Mehr dazu in der meteoalarm press release im Anhang.

Extreme Dürre in Spanien
Während Mitteleuropa mit Sturm und Regen zu kämpfen hat, leidet Spanien unter der schwersten Dürre seit Jahrzehnten. Betroffen sei insbesondere die Mittelmeerküste, teilte das Umweltministerium nach Presseberichten vom Freitag in Madrid mit. Die Landwirtschaft muss voraussichtlich ihren Wasserverbrauch einschränken. In Katalonien ist die Situation so ernst, dass Pläne für eine Wasserversorgung der Städte wie Barcelona per Schiff ausgearbeitet werden. Die Stauseen sind dort nur noch zu 25 Prozent gefüllt. Spanien und Portugal hatten schon 2005 und 2006 unter einer extremen Dürre gelitten. Hitze auch in Australien. Dort war der Sommermonat Jänner nach Angaben der Behörden um 1,3 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt.

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