Neonazis überfielen Busse in Dresden

5 Verletzte

Neonazis überfielen Busse in Dresden

Ein Opfer erlitt einen Schädelbruch und muss am Montag operiert werden. Der Überfall ereignete sich am Samstagabend auf dem Autobahnrastplatz Teufelstuhl bei Jena. Bei den Opfern handelt es sich um Gewerkschafter und Mitglieder der Linkspartei.

Schädelbruch
"Die Neonazis haben unsere zwei Busse aus Nordhessen mit den Worten 'Attack Antifa' mit Flaschen und einem mehrere Kilogramm schweren Eisklotz angegriffen", sagte DGB-Mitglied Holger Kindler. Ein Kollege habe sich bei dem Angriff der 15 bis 20 Rechtsextremen nicht mehr in den Bus retten können. Er sei dann so lange gegen Kopf und Oberkörper getreten worden, bis er sich nicht mehr gerührt habe.

Im Uniklinikum Jena sei später ein Schädelbruch festgestellt worden, der am Montag operiert werden solle. Bei dem Angriff sei eine weitere Person aus einem anderen Bus aus dem Ruhrgebiet ebenfalls schwer verletzt worden. Drei Demonstrationsteilnehmern schlugen die Neonazis ins Gesicht.

Neonazi-Bus mit 41 Insassen
Als die Gruppe zu ihren Fahrzeugen zurückging, wurde sie von Rechtsextremisten angegangen, die aus einem später eingetroffenen Bus ausstiegen. Nach verbalen Angriffen hätten die Neonazis sie tätlich angegriffen.

Die Neonazis fuhren mit ihrem Bus zunächst weiter, wurden aber schon nach 15 Kilometern von der Polizei gestellt.

Der Bus mit 41 Insassen im Alter zwischen 14 und 55 Jahren, von denen einige wegen rechtsextremistischer Aktivitäten polizeibekannt seien, sei im saarländischen Homburg zugelassen. Gegen alle werde wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.

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