Stärke 6,3

Stärke 6,3

Östliches Mittelmeer von starkem Seebeben erschüttert

Tausende Touristen und Einwohner rannten nach Berichten lokaler Medien auf die Straßen. Die Erschütterungen seien auch entlang der türkischen Ägäisküste gespürt worden.

Das Beben soll nach ersten Schätzungen von Seismologen eine Stärke zwischen 6,5 und 6,8 gehabt haben. "Alle Menschen sind auf den Straßen. Ich sehe jedoch keine Schäden", sagte ein Radioreporter im Staatsradio aus Rhodos. Offiziell gilt ein Beben der Stärke 6 auf der Richter-Skala als mäßig, es gibt in diesem Fall aber oft einige Todesopfer zu beklagen und besonders in Regionen, die dicht besiedelt sind, kann es schwere Schäden geben.

Ein Todesopfer
Durch das Seebeben ist auf der griechischen Insel Rhodos eine Frau ums Leben gekommen. Wie der Bürgermeister des Dorfes Archangelos, Christos Argyrou, im Fernsehen mitteilte, stürzte die Frau auf der Treppe ihres Hauses, als sie wegen der Erschütterungen ins Freie fliehen wollte.

Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,3 lag nach Angaben der griechischen Behörden unter dem Meer südlich von Rhodos, die Erdstöße konnten bis nach Kreta gefühlt werden.

Griechenland ist das europäische Land mit den meisten Erdbeben, die Hälfte aller Beben des Kontinents ereignet sich hier. Anfang Juni waren bei einem Erdstoß der Stärke 6,5 zwei Menschen im nördlichen Peloponnes ums Leben gekommen, 140 weitere wurden verletzt.

Derzeit rund 500 Österreicher auf Rhodos
Einen Schreck dürften sich auch zahlreiche österreichische Touristen geholt haben: Allein beim einem der größten Reiseveranstalter, TUI Österreich, haben rund 3.000 Gäste ihren Urlaub in der Region gebucht. Verletzt wurde nach Angaben der Veranstalter niemand, auch von den Urlaubshotels wurden keine Schäden gemeldet. Das österreichische Verkehrsbüro sprach am Dienstag von rund 500 Touristen, die über das Unternehmen derzeit ihren Urlaub auf Rhodos verbringen würden. "Insgesamt besuchen etwa 70.000 Österreicher pro Jahr die Insel", erklärte ein Sprecher des Außenamtes in Wien.

Hintergrund:

Unter dem Meeresboden südlich der Ägäis verläuft ein tiefer Graben. Dort stoßen die afrikanische und die europäische Platte aufeinander. Dabei entstehen jährlich hunderte Erdbeben.

Das war das dritte starke Beben, das seit Juni Teile Griechenlands erschütterte. Am 8. und 12. Juni hatte es zwei Erdbeben der Stärke 6,5 und 5,5 auf der Halbinsel Peloponnes und der Insel Kreta gegeben. Auf dem Peloponnes kamen am 8. Juni zwei Menschen ums Leben. 216 Menschen wurden verletzt. Mehr als 1.800 Häuser stürzten ein oder wurden schwer beschädigt.

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