Piraten droht die Todesstrafe in Somalia

Golf von Aden

© Reuters

Piraten droht die Todesstrafe in Somalia

Piraten droht in der somalischen halbautonomen Provinz Puntland die Todesstrafe. Abdullahi Said Samatar, der Sicherheitsminister von Puntland, will die Verhängung der Todesstrafe auch gegen sieben Piraten, die am Dienstag nach dem Überfall auf einen Frachter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen worden waren.

Rund 100 Soldaten hatten sich nahe der Hafenstadt Bossaso ein Gefecht mit den Seeräubern geliefert und das gekaperte Schiff befreit. Mit dem Überfall auf ein Schiff in der Nähe des wichtigen Hafens seien die Piraten "zu weit gegangen", sagte Samatar dem Nachrichtendienst Garowe Online.

Die Regierung von Puntland hatte vor wenigen Wochen mit einer Gesetzesänderung die Todesstrafe als Höchststrafe gegen Piraten ermöglicht. Die Küste vor Somalia ist berüchtigt für Überfälle. Erst am Sonntag hatten Piraten ein spanisches Fischerboot mit 26 Mann Besatzung gekapert.

Weiterer Zwischenfall
Somalische Regierungstruppen haben erneut mehrere Piraten festgenommen, die am Montag im Golf von Aden ein Schiff aus Dubai gekapert hatten. Die Internet-Ausgabe der Zeitung "Gulf News" berichtete in der Nacht auf Mittwoch, die Truppen hätten die "Al-Khaleej" gestürmt und alle Besatzungsmitglieder befreit.

Im Golf von Aden hatte es in den vergangenen Wochen mehrere Angriffe von Seeräubern gegeben. Auch die Besatzung der deutschen Fregatte "Emden", die vor der Küste Ostafrikas kreuzt, hatte am Montag eingegriffen und durch ihr bloßes Auftauchen Piraten aus Somalia vertrieben, die versucht hatten, einen japanischen Öltanker zu kapern.

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