Skinheads in Russland sollen 20 mal gemordet haben

Rassismus

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Skinheads in Russland sollen 20 mal gemordet haben

In Russland müssen sich mehr als 20 zumeist jugendliche Skinheads wegen rassistisch motivierter Morde vor Gericht verantworten. In Moskau begann am Montag ein Prozess gegen neun Teenager, die im Oktober vergangenen Jahres zwei Männer getötet haben sollen. Mit einem Handy aufgenommene Bilder, die offenbar einen der Überfälle zeigen, wurden in den vergangenen Tagen mehrfach im Fernsehen gezeigt.

Jüngster Angeklagte 15 Jahre alt
In Kürze werden außerdem 13 Skinheads vor Gericht gestellt, denen die Tötung von 20 Angehörigen ethnischer Minderheiten vorgeworfen wird. Die Prozesse werden vermutlich mehrere Monate dauern und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Nur drei der Verdächtigen sind einer Gerichtssprecherin zufolge volljährig, der jüngste Angeklagte ist erst 15 Jahre alt.

2008 bisher 60 rassistisch motivierte Morde
Nach Angaben des russischen Menschenrechtszentrums Sowa wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 60 rassistisch motivierte Morde verübt, im vergangenen Jahr waren es 85. Der Polizei wurde mehrfach vorgeworfen, solche Überfälle herunterzuspielen und als Krawalle abzutun.

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