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Später Wintereinbruch in ganz Europa

Schneechaos

 

Später Wintereinbruch in ganz Europa

Glatte Fahrbahnen machten den Autofahrern vielerorts zu schaffen. Einige Orte meldeten am Dienstag die kälteste Nacht des Jahres. In den Skigebieten hoffen die Wintersportler nun auf weiße Pisten. Der Wetterdienst Meteomedia warnte für diesen Mittwoch vor einem heftigen Wintereinbruch im Süden und Südosten Deutschlands. Im Norden seien die kalten Tage dagegen nur ein "kurzes Intermezzo". Auch im Bundesland Kärnten kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen.

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Drei Tote in Bayern
Nach Angaben der deutschen Polizei starben bei wetterbedingten Verkehrsunfällen drei Menschen in Bayern und Baden-Württemberg. Im Süden Deutschlands gab es mehrere hundert Unfälle und bis zu 25 Kilometer lange Staus, Autobahnen wurden gesperrt und im Elsass (Frankreich) wurde ein Fahrverbot für Lastwagen erlassen.

Flughäfen gesperrt - 1.000 Passagiere saßen fest
Die Flughäfen Stuttgart und Prag-Ruzyne wurden in der Nacht gesperrt. Allein in Stuttgart saßen 1.000 Passagiere fest.

Auf dem Münchner Flughafen wurden am Mittwochvormittag 20 Flüge gestrichen. In Bayern und Baden-Württemberg kam es wegen Schneeverwehungen zu Verspätungen bei der Bahn. In Baden-Württemberg zählte die Polizei mehr als 460 Unfälle. Auf den Bahnstrecken saßen tausende Pendler in Zügen fest, weil Weichen wegen starken Schneefalls nicht gestellt werden konnten.

Friaul und Appeninnen-Pässe geschlossen
Schneefälle behinderten weiter den Verkehr in Friaul. Die Straßenverbindung zwischen Pontebba und dem österreichischen Nassfeld wurde wegen starker Schneefälle am Dienstagabend gesperrt. Laut Polizei bestand Lawinengefahr. Im bekannten Dolomiten-Wintersportort Cortina d'Ampezzo fielen in den vergangenen Stunden 60 Zentimeter Neuschnee - sehr zur Freude der Ski- und Snowboardfahrer.

Der Schnee erreichte auch den Apennin. In der mittelitalienischen Region Abruzzen schneite es stark. In der Bergortschaft Campo Imperatore sanken die Temperaturen auf minus elf Grad. Auf den Autobahnen der Region riet die Polizei, Schneeketten dabei zu haben. In den Abruzzen schneite es über 800 Meter Höhe.

Süditalien von Schlechtwetterfront geplagt
Das schlechte Wetter zog langsam nach Süditalien. Wegen des starken Windes stürzen Bäume in Neapel um. Die Fährverbindungen mit den Inseln Capri und Ischia wurden wegen des schlechten Wetters unterbrochen. Auch Sardinien wurde vom schlechten Wetter unter Druck gesetzt. Im Norden der Insel kam es zu Stromausfällen.

Chaotische Zustände in Tschechien
Heftiger Schneefall führte in Tschechien zu chaotischen Zuständen. Der internationale Flughafen Prag-Ruzyne wurde in der Nacht gesperrt. Die Autobahn von Prag nach Brno (Brünn) war nach zahlreichen Unfällen weitgehend blockiert. Auch einige Grenzübergänge nach Deutschland und Österreich waren nicht frei befahrbar. Haushalte waren ohne Elektrizität, nachdem Bäume unter Schneelast abgebrochen und auf Strommasten gestürzt waren. Auffahrunfälle behinderten fast landesweit den Verkehr.

Teile Frankreichs völlig lahmgelegt
In Teilen Frankreichs haben die kräftigen Schneefälle Verkehr und Stromversorgung zusammenbrechen lassen. Im Burgund war die Autobahn A 6 auf 140 Kilometern unpassierbar, tausende Autofahrer wurden eingeschneit. Unter der Last wachsender Eisbildung und wegen herabstürzender Äste rissen in einigen Regionen Frankreichs die Stromleitungen.

Am Mittwoch waren noch 80.000 Haushalte in Frankreich ohne Strom. Der Schneefall im Alpenraum hatte auch Auswirkungen auf den Beginn des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Davos. Wegen des Wetters konnten dort am Mittwoch keine Hubschrauber landen.

Auch Nordspanien betroffen
Auch Spanien hatte mit dem Winter zu kämpfen. Nach heftigen Schneefällen waren im Norden des Landes mehr als 20 Bergpässe gesperrt. Die Behörden gaben wegen Schnees und Kälte Unwetteralarm für Nordspanien.

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