Tropensturm

Schnell aufgebaut

© AP

Tropensturm "Alma"überschwemmt Mittelamerika

Der erste Tropensturm der diesjährigen Regenzeit in Mittelamerika ist am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) an der nicaraguanischen Pazifik-Küste auf Land gestoßen. "Alma" bewegte sich mit bis zu 15 Stundenkilometern in nördlicher Richtung auf El Salvador und Honduras zu. In seinem Zentrum erreichte der Wirbelsturm Windgeschwindigkeiten von rund 100 Kilometern in der Stunde. Die Regierungen von Nicaragua, Honduras und El Salvador nahmen die Hurrikanwarnungen zurück, nachdem sich der Wirbelsturm nicht verstärkt hatte, wie zuvor befürchtet worden war. In vielen Gebieten der Region kam es zu Überschwemmungen.

In Nicaragua ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, starb durch die starken Winde und heftigen Niederschläge ein Fischer an der Pazifik-Küste des zentralamerikanischen Landes. Die Streitkräfte teilten mit, zahlreiche Straßen seien durch das Unwetter unbefahrbar geworden, Dächer seien von Häusern gerissen worden und an vielen Orten habe es Stromausfälle gegeben. Die Bewohner der Küstenstädte Leon und Chinandega seien in Sicherheit gebracht worden. Viele Menschen deckten sich mit Lebensmitteln und Wasser ein. Die Geschäfte in der Stadt Leon, die nur wenige Kilometer von der Stelle, wo "Alma" auf Land traf, liegt, wurden im Laufe des Nachmittags geschlossen.

300.000 Menschen evakuiert
Das US-Zyklonzentrum in Miami sagte eine Abschwächung des Sturms voraus, der sich langsam in Richtung Nordwesten bewege. Dennoch drohten die mit "Alma" einhergehenden Regenfälle die Nachbarstaaten Costa Rica, Honduras, El Salvador, Guatemala und Belize zu betreffen, wo möglicherweise auch mit Erdrutschen infolge der Niederschläge gerechnet werden müsse. Die Behörden von Honduras brachten bereits 300.000 Menschen aus den gefährdeten Gebieten in Sicherheit. Im vergangenen Jahr waren Teile Nicaraguas vom Hurrikan "Felix" verwüstet worden. Dabei wurden mehr als hundert Menschen getötet.

"Alma" hatte sich am Donnerstag überraschend schnell aus einem großen Tiefdruckgebiet über dem Meer zum Tropensturm aufgebaut. Zu einem Hurrikan wird ein Wirbelsturm erst heraufgestuft, wenn er in seinem Zentrum Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde entwickelt.

Wirbelsturmsaison üblicherweise ab 1. Juni
Die meisten Schäden bei Wirbelstürmen entstehen normalerweise durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Bergrutsche. Die offizielle Hurrikansaison im Ostpazifik beginnt üblicherweise am 1. Juni eines jeden Jahres.

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