UN-Einsatz in Somalia verschoben

Aus Sicherheit

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UN-Einsatz in Somalia verschoben

Der UNO-Sicherheitsrat hat das Mandat der Somalia-Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AMISOM) um sechs Monate verlängert - und damit den Einsatz einer UNO-Truppe in dem afrikanischen Land hinausgezögert. Die Verlängerung der AMISOM wurde von den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrates am Montag (Ortszeit) in New York einstimmig beschlossen.

In der Resolution wurde UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon aufgefordert, die Planung für eine Ablösung der AU-Truppe durch Blauhelmsoldaten aufzunehmen. Die UNO will nach Angaben von Diplomaten zunächst eine Verbesserung der Sicherheitslage in Somalia abwarten, bis sie eine eigene Mission beschließt.

16 Jahre Bürgerkrieg
In Somalia herrscht seit 16 Jahren Bürgerkrieg. Die somalische Übergangsregierung ist weitgehend machtlos und kann sich nur mit Unterstützung äthiopischer Soldaten im Sattel halten, während islamische Fundamentalisten weite Teile des Südens von Somalia unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Die AMISOM ist seit März in der Hauptstadt Mogadischu tätig. Anstelle der geplanten 8000 Soldaten sind bisher allerdings erst 1700 aus Uganda im Einsatz. Truppenentsendungen aus anderen afrikanischen Ländern wurden von logistischen Problemen und Geldmangel verzögert. Dessen ungeachtet hatte die Afrikanische Union (AU) ihre Mission am 18. Juli um sechs Monate verlängert. Diese Entscheidung musste nun noch vom UNO-Sicherheitsrat bestätigt werden.

Der Somalia-Beauftragte Bans, Francois Lonseny Fall, hat erklärt, dass die AU erwartet, dass ihre Truppe nach Ablauf der nächsten sechs Monate durch UNO-Soldaten ersetzt wird. Der Sicherheitsrat setzte aber in seinem Auftrag an Ban keine Frist.

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