Zehn Schneetote in Mittelchina

Eisige Kälte

 

Zehn Schneetote in Mittelchina

Ungewöhnlich heftige Schneefälle haben in Mittelchina ein Verkehrschaos ausgelöst und mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Hunderttausende von Reisenden blieben in den Provinzen Hubei, Henan, Shandong, Jaingsu und Anhui mit ihren Fahrzeugen liegen, Fernstraßen wurden komplett gesperrt und Dutzende Flüge gestrichen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag.

In einigen Regionen sei es der schneereichste Winter seit 17 Jahren. In der Kälte seien Rohrleitungen geborsten, in der Industriestadt Wuhan sei deswegen die Wasserversorgung für 100.000 Menschen unterbrochen worden. Zahlreiche Gebäude seien beschädigt worden; in mindestens einem Fall kam ein Mensch zu Schaden: Er wurde von Trümmern erschlagen, als ein Tankstellendach unter der Schneelast einstürzte, hieß es weiter. Auch im westlich gelegenen Tibet seien viele Reisende mit ihren Autos im Schnee steckengeblieben. Für Montag wurden von den Meteorologen weitere Schneefälle vorhergesagt.

320 Tote in Afghanistan
Bei der seit Wochen andauernden Eiseskälte und heftigen Schneefällen sind in Afghanistan nach neuen Behördenangaben bisher mehr als 320 Menschen ums Leben gekommen. Auch fast 10.000 Tiere seien in der Kälte verendet, teilte die Behörde für Katasthrophenschutz am Montag in Kabul mit.

Die Schneefälle der jüngsten Zeit seien die schlimmsten seit 15 Jahren, hieß es. Besonders stark betroffen seien die westliche Provinz Herat und die benachbarten Provinzen in der Bergregion nahe der iranischen Grenze. Den Angaben zufolge fielen mancherorts bis zu zwei Meter Schnee, mehrere Straßen seien blockiert, ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten.

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