Zwillinge: Neuer Zeuge aufgetaucht

Fieberhafte Suche

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Zwillinge: Neuer Zeuge aufgetaucht

Das Verschwinden der Zwillinge aus dem waadtländischen St-Sulpice bleibt ein Rätsel: Die Ermittler haben noch immer keine Hinweise auf das Schicksal der beiden sechsjährigen Mädchen. Livia und Alessia sind seit dem 30. Januar verschwunden.

Die Ermittler versuchen inzwischen weiterhin, die Irrfahrt des 43-Jährigen Vaters zu rekonstruieren. Dieser war am 30. Jänner zusammen mit seinen beiden Töchtern von seinem Wohnort St-Sulpice in Richtung Marseille losgefahren. Die Spur der Mädchen verliert sich auf der Fähre von Marseille nach Korsika in der Nacht auf 1. Februar.

Neuer Zeuge
Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ist jedoch ein neuer Zeuge aufgetaucht, der einen Mann mit zwei blonden Mädchen im Hafen von Propriano (Korsika) gesehen haben will. Während er die Kinder identifizieren konnte, war er sich beim Vater nicht sicher. Zudem will der Mann einen schwarzen Audi mit Schweizer Kennzeichen gesehen haben. Zu den gefundenen Blutspuren an einem Strand in Korsika und dem neu aufgetauchten Zeugen wollte sich der Marseiller Staatsanwalt Jacques Dallest auf einer Pressekonferenz in Marseille nicht äußern.

Zwischen den beteiligten Ermittlern aus Frankreich, Italien und der Schweiz fand am Mittwoch ein Treffen in Marseille statt. Auch Vertreter von Interpol waren anwesend.

Jetzt sucht die Waadtländer Polizei sucht nach dem Halter eines dunklen Autos, Typ Kombi, mit Schweizer Kennzeichen. Der Vater der Mädchen fuhr einen schwarzen Audi A6 Avant. Um die durch das Auftauchen eines zweiten Fahrzeuges entstandene Verwirrung aufzuklären, suche man nun nach dem Halter dieses Autos, sagte Jean-Christophe Sauterel, Sprecher der Waadtländer Kantonspolizei.

Navi gefunden
Laut der Waadtländer Polizei haben die italienischen Ermittler die zerstörten Reste des Navigationsgerätes aus dem Auto des Vaters gefunden - rund 150 Meter von jenem Ort entfernt, an dem sich der Mann am 3. Februar vor einen Zug geworfen hatte.

Das Gerät wurde zur Analyse an eine Spezialfirma geschickt. Die Ermittler erhoffen sich davon zusätzliche Informationen über die vom Vater gewählte Reiseroute. Noch nicht gefunden wurde hingegen das Diktiergerät des 43-Jährigen.

Suche auf Korsika

Laut Sauterel gehen die Ermittler zurzeit mehreren Zeugenaussagen nach, nach denen die beiden Kinder auf Korsika gesehen wurden. Sauterel betonte in diesem Zusammenhang, dass es keine technischen Daten wie etwa Aufnahmen einer Überwachungskamera gäbe, die den Aufenthalt der Mädchen auf der Fähre von Marseille nach Korsika beweisen würden. "Es gibt nur Zeugenaussagen."

Zu den auf Korsika gefundenen Blutspuren wollte sich Sauterel nicht äußern. Man sei daran, diese zu analysieren. Auch zu DNS-Spuren der Mädchen in der Kabine der Fähre wolle Sauterel nichts sagen. Er habe dazu keine Informationen. "Da müssen sie die französische Polizei fragen."

   In der Schweiz ermitteln rund 15 Polizisten weiter im privaten und beruflichen Umfeld des Vaters. Untersuchungen an Ort und Stelle finden in der Schweiz keine mehr statt. Sie konzentrieren sich vor allem auf Korsika.




 

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