18 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Irak

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18 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Bei einer Anschlagsserie in Bagdad sind am Montag mindestens 18 Menschen getötet worden, unter ihnen ein wichtiger Verbündeter der US-Truppen im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida. Nach Angaben der irakischen Sicherheitskräfte wurde außerdem ein Granatenangriff auf das Bagdader Schiitenviertel Sadr City verübt, bei dem zwei weitere Menschen getötet wurden. Bei einer Explosion in einer der wichtigsten irakischen Ölraffinerien im Nordirak kam ein Ingenieur ums Leben. Das irakische Ölministerium konnte zunächst keine Angaben über die Explosionsursache machen.

Präparierte Weste
Rijad al-Sammarai, einer der Anführer der sunnitischen Miliz mit dem Namen "Erwachen von Adhamiya" wurde von einem Selbstmordattentäter getötet. Wie Abu Abed, Kommandant der im Stadtviertel Adhamiya im Norden Bagdads gegen die Al-Kaida kämpfenden Miliz, sagte, trug der Attentäter eine mit Sprengstoff präparierte Weste und zündete den Sprengsatz in den Räumen der Organisation Sunnitische Stiftung. Kurze Zeit später sprengte sich ein weiterer Attentäter am Anschlagsort in einem Auto in die Luft, als ein Krankenwagen die Verletzten abtransportieren wollte. Bei beiden Anschlägen kamen den Angaben zufolge insgesamt mindestens 14 Menschen ums Leben.

Bei einem Bombenanschlag in der Nähe der Technischen Universität im Osten von Bagdad wurden drei Menschen getötet und acht weitere verletzt, unter ihnen mehrere Studenten. Nach Angaben der Sicherheitskräfte detonierte am Montag ein weiterer Sprengsatz vor der Bagdader Universität im Süden der Stadt. Bei der Explosion kam ein Mensch ums Leben, vier weitere wurden verletzt.

Die Raffinerie in der Stadt Baiji 200 Kilometer nördlich von Bagdad musste die Produktion vorübergehend einstellen, wie ein Sprecher des Ölministeriums mitteilte. Mehrere Menschen hätten Brandverletzungen erlitten. Der Sprecher sagte weiter, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei. Der Vorfall habe sich in einem Abschnitt ereignet, in dem derzeit Wartungsarbeiten stattfänden.

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