Betrunkene sorgen für Flug-Stopps

Bombendrohungen

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Betrunkene sorgen für Flug-Stopps

Festnahmen nach Sicherheits-Zwischenfällen im Flugbetrieb - FM

Utl.: Drei offenbar Betrunkene nach Bombendrohung in Maschine in

London festgenommen - US-Maschine wegen renitentem Betrunkenem

von Kampfjets eskortiert - =

Nicht nur das Winterwetter, sondern auch der Alkohol im Zusammenhang mit erhöhter Terror-Alarmstimmung sorgt derzeit für Zwischenfälle im Luftverkehr: Auf dem Londoner Flughafen Heathrow sind drei Menschen festgenommen worden, die in einem Flieger nach Dubai Unruhe gestiftet hatten. Laut einem TV-Bericht handelte es sich um betrunkene Engländer. Wegen eines betrunkenen Passagiers ist zudem am Freitag ein US-Flugzeug auf dem Weg von Atlanta nach San Francisco umgeleitet worden.

Die drei Männer wurden in Heathrow nach einer angeblichen Bombendrohung in einem Flugzeug der arabischen Fluggesellschaft Emirates festgenommen. Die britische Polizei teilte in der Nacht auf Samstag mit, die drei im Alter von 58, 48 und 36 Jahren seien unter dem Verdacht in Gewahrsam genommen worden, eine Bombendrohung gemacht zu haben. Nach Angaben des Fernsehsenders Sky News hatten die drei Männer offensichtlich zu viel Alkohol getrunken.

Spezialeinheit stürmt Flugzeug
Die Boeing war mit 331 Menschen auf dem Weg zum Start nach Dubai auf der arabischen Halbinsel, als die Besatzung wegen einer "verbalen Drohung" die Polizei verständigte. Der Pilot habe die Maschine angehalten. Beamte der Anti-Terror-Einheit der Polizei seien in das Flugzeug gekommen und hätten die Männer festgenommen. Ein Passagier der Maschine berichtete auf Sky News, Spezialkräfte der Polizei mit schwarzen Overalls, Schusswesten und Helmen seien in das Flugzeug gekommen.

Die anderen Passagiere mussten das Flugzeug ebenfalls verlassen, bevor die Maschine von Spürhunden nach verdächtigen Substanzen durchsucht wurde. Die Fluggäste wurden für die Nacht in Hotels untergebracht. Sie würden am Samstag in das Golf-Emirat reisen können.

In Toilette verschanzt
Die Fluglinie betonte, dass die Sicherheit der Passagiere oberste Priorität besitze. Emirates entschuldigte sich zudem für die Unannehmlichkeiten. Ein Flughafensprecher sagte, der Flugverkehr und das Abfertigungsgebäude in Heathrow seien nicht betroffen gewesen.

Bei dem Vorfall in den USA legte eine Maschine mit 132 Passagieren an Bord legte in Colorado Springs (Colorado) einen Stopp ein, nachdem sich ein offenbar alkoholisierter Fluggast in einer Toilette verschanzt hatte, berichtete der US-Sender CNN. Der Störenfried, soll sich Anweisungen der Flugbegleiter widersetzt haben, der Pilot entschied daraufhin, die Flugroute zu ändern. Das Flugzeug der Gesellschaft AirTran wurde bei der Landung schließlich von zwei Militär-Kampfjets vom Typ F-16 eskortiert. Der Passagier wurde in Gewahrsam genommen. Die Maschine wurde vor dem Weiterflug nach San Francisco von Spürhunden durchsucht.

"Bedrohliche Äußerungen"
Ein ähnlicher Vorfall hatte sich am Mittwoch abgespielt, als ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Hawaii an den Startflughafen Portland im US-Staat Oregon zurückkehren musste. Ein 56 Jahre alter Passagier hatte nach Mitteilung der Behörde für Flugsicherheit während des Fluges "bedrohliche Äußerungen" gemacht und sich geweigert, sein Handgepäck zu verstauen. Das Flugzeug der Gesellschaft Hawaiian Airlines wurde ebenfalls vor der Landung von zwei Kampfjets begleitet.

Die Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen waren deutlich verschärft worden, nachdem am 25. Dezember ein 23-jähriger Nigerianer versucht hatte, eine US-Maschine mit 290 Menschen an Bord im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen. Das misslang, und er wurde überwältigt. Er hat offenbar im Auftrag des Terrornetzwerks Al-Kaida gehandelt.

Newark-Sicherheitspanne: Täter verhaftet
Unterdessen ist auch der Verursacher der spektakulären Sicherheitspanne auf dem New Yorker Flughafen Newark vom Sonntag festgenommen, wie der Sender NBC New York berichtete. Zur Festnahme des 28-jährigen Haisong Jiang habe ein Überwachungsvideo geführt. Jiang nutzte nach Angaben der Flugsicherheitsbehörde TSA eine Unachtsamkeit eines Wachmannes, um in den gesicherten Bereich vorzudringen und eine Frau zu treffen. Die TSA-Sprecherin betonte, es würden Lehren aus dem Vorfall gezogen, um eine Wiederholung zu vermeiden. Der Eindringling hatte eine mehr als sechsstündige Sperrung des Terminal C des Flughafens provoziert. Tausende Passagiere saßen fest.

Erschwert wurde die Fahndung nach dem Verursacher dadurch, dass die Überwachungskameras des Flughafenbetreibers nicht funktionierten. Deshalb hatte TSA zunächst von der US-Fluglinie Continental Airlines Videoaufnahmen aus dem betroffenen Terminal anfordern müssen, um nachvollziehen zu können, ob wirklich ein Passagier ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war.

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