Blutige Häuserkämpfe in Gaza-Stadt Blutige Häuserkämpfe in Gaza-Stadt

Israelis rücken vor

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Blutige Häuserkämpfe in Gaza-Stadt

Israelische Soldaten haben sich am Dienstag in Gaza-Stadt blutige Straßenkämpfe mit militanten Palästinensern geliefert und Dutzende Häuser zerstört. Ihr Vorstoß ins Viertel Tel Hawwa war der bisher tiefste ins Herz der dicht bevölkerten Großstadt hinein. Die israelischen Bodentruppen standen am Dienstag nur noch etwa 1,5 Kilometer vom Zentrum entfernt. Nach palästinensischen Angaben wurden bei den Straßenkämpfen mindestens 16 Menschen getötet. Israel sprach von rund 30 getöteten oder verwundeten Gegnern. Die israelische Militärführung sprach von drei eigenen Verwundeten bei den jüngsten Kämpfen.

Bewohner verängstigt
In dem umkämpften Viertel Tel Hawwa gab es zahlreiche Brände, unter anderem in einem Holzlager. Verängstigte Bewohner suchten nach Schutz. Einer von ihnen, Khadir Mussa, berichtete einem AP-Reporter, er sei mit einer weißen Fahne aus seinem Haus geflohen, als sich die israelischen Soldaten genähert hätten. Er habe die Nacht im Keller des Hauses seines Bruders verbracht - zusammen mit 25 Leuten, darunter seine schwangere Frau. "Gott sei Dank haben wir diesmal überlebt und sind da heil rausgekommen. Wir wissen aber nicht, wie lange wir im Haus meines Bruders sicher sind", sagte der 25-Jährige am Telefon.

Hamas bereit zu Verhandlungen
Die Hamas-Führung hat ihre Bereitschaft signalisiert, über eine Annahme des ägyptischen Plans für eine Waffenruhe im Gazastreifen zu verhandeln. Es bestehe "eine Möglichkeit", den Vorschlag Ägyptens für eine Waffenruhe zwischen der israelischen Armee und der Palästinenserorganisation anzunehmen, sagte die Nummer zwei der Hamas-Führung, Mussa Abu Marzuk, am Dienstag dem Fernsehsender "Al-Jazeera". Voraussetzung sei allerdings, dass "grundlegende" Vorstellungen der Hamas berücksichtigt würden. Marzuk nannte einen Rückzug Israels, eine Waffenruhe und die Öffnung von Übergängen in den Gazastreifen.

Zahl der Toten steigt auf 1.000
Im Gaza-Krieg nähert sich die Zahl der Toten der Marke von 1000. Das von der Hamas geleitete Gesundheitsministerium in dem dicht besiedelten Küstenstreifen sprach am Dienstag von 971 toten Palästinensern. Unter ihnen seien etwa 400 Frauen und Kinder. Bei den schweren Gefechten rund um Gaza-Stadt kamen demnach am 18. Tag des Krieges 23 Kämpfer und sieben Zivilisten ums Leben.

  • Israel hat die Zahl seiner Toten bisher mit zehn Soldaten und drei von Raketen getroffenen Zivilisten angegeben. Ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht. Es gebe noch viel zu tun, die Infrastruktur der Hamas zu zerstören, sagte Israels Generalstabschef Gabi Ashkenazi vor einem Parlamentsausschuss.

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