China inhaftierte wieder Tibeter

Konflikt

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China inhaftierte wieder Tibeter

Wegen eines Angriffs auf eine chinesische Polizeiwache in der Provinz Qinghai (Tsinghai) mit tibetischem Bevölkerungsanteil im vergangenen März ist eine Gruppe tibetischer Mönche und Laien zu bis zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Die Urteile gegen die acht Angeklagten wurden am Donnerstag vergangener Woche von einem Gericht in der Provinz verhängt, wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie am Dienstag in einem Bericht beknntgab. Das Zentrum ist in der nordindischen Stadt Dharamsala ansässig, dem Sitz des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung. Die Gruppe sei schuldig gesprochen worden, zu dem Angriff angestiftet zu haben, hieß es.

Tod eines Mönchs verursachte Gewaltausbruch
Der Gewaltausbruch wurde laut Berichten vom März durch den Tod eines buddhistischen Mönchs ausgelöst, der in einen Fluss sprang, um seinem Verhör durch die Polizei zu entgehen. Er soll am 10. März, dem Jahrestag des tibetischen Aufstands von 1959 gegen die chinesische Fremdherrschaft, an seinem Kloster eine tibetische Flagge entrollt haben.

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking hatte die chinesische Führung unter internationalem Druck der Aufnahme von Gesprächen mit der tibetischen Exilführung zugestimmt. Zuvor noch hatte Peking den Dalai Lama beschuldigt, die Unruhen in Tibet vom März des Vorjahres angezettelt zu haben. Anfang November wurde die letzte Gesprächsrunde zwischen Bevollmächtigten des Dalai Lama und der chinesischen Regierung ergebnislos abgebrochen. Die Chinesen warfen dem 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, vor, nach wie vor einen "Geheimplan" zur Erlangung der Eigenstaatlichkeit Tibets zu verfolgen.

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