ETA bekennt sich zu Mallorca-Anschlag

Bekennerschreiben

© APA/epa

ETA bekennt sich zu Mallorca-Anschlag

Die baskische Terrororganisation ETA hat sich in einem Kommunique zu mehreren Attentaten im Juni und Juli bekannt. In dem Sonntagfrüh veröffentlichten Schreiben bekennt sich die ETA zum Anschlag vom 30. Juli auf der Ferieninsel Mallorca, bei dem zwei Angehörige der Polizeitruppe Guardia Civil starben.

Das war der Anschlag auf Mallorca:

Burgos auch ETA-Aktion
Auch das Sprengstoffattentat auf eine Kaserne der Guardia Civil in der nordspanischen Stadt Burgos am 29. Juli, bei dem 65 Menschen leicht verletzt worden waren, ist von der Separatistenorganisation verübt worden. Zu den aufgelisteten Terrorakten zählt auch ein Anschlag, der am 19. Juni einen Inspektor in Arrigorriaga im Baskenland das Leben kostete.

"Repression ist sinnlos"
Die jüngsten Anschläge hätten gezeigt, dass die "Repression" der ETA durch die spanischen Behörden "nutzlos" sei, heißt es in dem Schreiben. So brüstet sich die Terrororganisation damit, dass der Anschlag in Burgos mit einem seit Monaten landesweit gesuchten Kleinlaster verübt wurde. Trotzdem sei das Fahrzeug, "das einen halben Tag lang mit Sprengstoff gefüllt auf dem Parkplatz der größten Guardia-Civil-Kaserne im Umfeld des Baskenlandes geparkt war", niemandem aufgefallen.

Für freies Baskenland
In dem Kommunique betont die Terrororganisation, dass sie niemandem etwas aufzwingen wolle, sondern nur einen demokratischen Prozess einleiten, "der die Unterdrückung des Baskenlandes überwindet". Auf die Waffengewalt des spanischen Staates antworte man eben mit Waffen. Die ETA setze sich aber schon seit Jahrzehnten für eine politische Lösung des Konflikts im Wege eines Dialogs ein, wobei alle politische Projekte "auf demokratische Art und Weise" umsetzbar sein sollen, heißt es in Anspielung auf die von Madrid unterbundenen Unabhängigkeitsbestrebungen im Baskenland.

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