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Gewaltsamer FARC-Kampf seit mehr als 40 Jahren

Hintergrund

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Gewaltsamer FARC-Kampf seit mehr als 40 Jahren

Nach einem nervenaufreibenden Kampf um die Freilassung der FARC-Geisel Ingrid Betancourt hat die kolumbianische Armee die frühere Grünen-Politikerin aus ihrer gut sechsjährigen Gefangenschaft befreit. Die linksgerichteten FARC-Rebellen verloren dadurch ihre prominenteste Geisel. Durch den Tod ihres langjährigen Anführers Manuel Marulanda, der im Mai bekanntgegeben worden war, sowie die Tötung von FARC-Vize Raúl Reyes Anfang März sind die Rebellen ohnehin geschwächt. In den vergangenen Wochen gingen ihr zudem wiederholt Kämpfer von der Fahne.

Die FARC ist mit rund 17.000 Mitgliedern die größte kolumbianische Rebellenorganisation. Gegründet wurde sie 1964 von einer Gruppe von Bauern, deren Anführer Manuel Marulanda Vélez alias Tirofijo war. Besonders stark ist sie in den Dschungel-Gebieten im Südwesten des südamerikanischen Landes. Die örtlichen großen Koka-Plantagen sind die Haupt-Finanzquellen der Guerilla, die ihren Kampf unter anderem mit Einkünften aus dem Drogenhandel finanziert.

Eine unter dem früheren Staatschef Andrés Pastrana (1998-2002) eingeleitete Friedensinitiative führte zu einer Annäherung. Die Regierung gewährte der FARC eine 42.000 Quadratkilometer große entmilitarisierte Zone in den Caguán-Wäldern im Süden. Die Initiative geriet jedoch in eine Sackgasse, nachdem die FARC kurz nach dem Beginn der Verhandlungen erneut Anschläge verübte und weitere Menschen entführte. Inzwischen kontrolliert die Armee wieder Teile der Zone.

Der Dialog wurde zwar auch nach dem Amtsantritt von Alvaro Uribe zunächst fortgeführt. Der seit 2002 amtierende Hardliner schloss jedoch auch ein militärisches Vorgehen gegen die FARC nicht aus. Die Aussicht auf Friedensverhandlungen knüpfte Uribe stets an eine Geiselfreilassung.

Nachdem Marulanda dieses Jahr im Alter von 80 Jahren starb, übernahm Alfonso Cano das Kommando der geschwächten Rebellentruppe. In den vergangenen Monaten hatten sich wiederholt FARC-Kämpfer von der Rebellenorganisation losgesagt und die kolumbianische Armee offenbar mit Informationen versorgt. Den Rebellen bleibt jedoch auch noch Betancourts Freilassung ein wichtiges Druckmittel: Sie halten noch zwischen 700 und 1.000 Geiseln gefangen.

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