Maddie-Buch wurde verboten

Entführtes Mädchen

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Maddie-Buch wurde verboten

In Portugal ist das Buch über den Fall des vermissten britischen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann verboten worden, das vom abgesetzten Chefermittler Goncalo Amaral herausgegeben worden war. Wie die Nachrichtenagentur Lusa am Mittwoch berichtete, erließ ein Zivilgericht in Lissabon eine einstweilige Verfügung, wonach alle noch nicht verkauften Bücher sofort aus den Läden und Lagern der Händler entfernt werden müssen.

In dem Buch "Die Wahrheit über die Lüge" versichert der inzwischen pensionierte Beamte, dass "Maddie" tot sei und die Eltern Kate und Gerry McCann etwas mit dem Tod der Kleinen zu tun hätten. Neben dem Verkaufsstopp für das Buch verbot das Gericht auf Antrag der McCanns auch, die Thesen des früheren Chefermittlers weiter zu verbreiten und das auf Grundlage des Buches gedrehte Video zu verkaufen.

Eltern erfreut über Buch-Verbot
Ein Sprecher von Madeleines Eltern sagte in einer ersten Reaktion, die McCanns seien "absolut erfreut" über die Entscheidung. Das Buch habe die Suche nach ihrer Tochter erheblich behindert. Die Behauptungen Amarals hätten zudem das Leid der Eltern verschlimmert.

Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus der Ferienwohnung ihrer Eltern an der Algarve-Küste im Süden Portugals verschwunden. Unklar ist, ob es sich um eine Entführung handelte. Die Polizei ermittelte zunächst in diese Richtung. Später vertrat sie jedoch die These, "Maddie" sei tot, und erklärte die Eltern zu Verdächtigen. Amaral wurde im Oktober 2007 von dem Fall abgezogen. Im Juli 2008 wurden die Ermittlungen ergebnislos eingestellt.

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