06. Oktober 2010 15:01

EU bestätigt 

Griechisches Defizit deutlich höher

Auch Verschuldung wird von Eurostat nach oben korrigiert.

Griechisches Defizit deutlich höher
© oe24

Der Sprecher von Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn gab bekannt, dass es eine "deutliche Korrektion der Defizit- und Schuldenzahlen nach oben geben" wird.

Das EU-Statistikamt Eurostat wird demnach noch im Oktober neue Defizit- und Schuldenzahlen für die Periode 2006 bis 2009 vorlegen. Die griechischen Defizit- und Schuldenzahlen werden stark nach oben korrigiert werden, sodass die zahlen höher sein werden.  

Schon im April hatte Eurostat die griechischen Defizitzahlen für 2009 von ursprünglich geschätzten 12,7 Prozent des BIP auf 13,6 Prozent revidiert. Bereits damals gab es schon Zweifel an den von Griechenland übermittelten Daten. Seither wurden von Eurostat mehrere Untersuchungen eingeleitet und gemeinsam mit den griechischen Statistikbehörden unternommen. Dabei habe das EU-Statistikamt erstmals von seinen neuen, seit August geltenden Rechnungsprüfungsbefugnissen Gebrauch gemacht.

Rehn habe nunmehr Eurostat beauftragt, seine Kräfte in Griechenland zu verstärken, um die Lage in Griechenland zu klären. Die Zahlen sollen bis 22. Oktober vorliegen. Letzte Frist sei die für Mitte November geplante dritte Tranche der Hilfskredite der Euro-Länder an Athen, sagte der Kommissionssprecher.




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