31. März 2008 16:00

Um 2,2 Prozent 

Mieten werden teurer

Laut Gesetz werden die Richtwerte ab 1. April um rund 2,2 Prozent angehoben.

Mieten werden teurer

Für all jene, die bereits in einer Richtwertmietwohnung wohnen, werden die Mieten ab 1. Mai teurer. Betroffen sind rund 350.000 Mieter. Die Richtwerte für die Miethöhe seien aber jetzt schon viel zu hoch. Daher verlangte die Arbeiterkammer erneut eine Änderung des Mietrechtsgesetzes.

Ursprünglich sollten die Richtwertmieten um 3,6 Prozent ansteigen. Dank des mietrechtlichen Inflationslinderungsgesetzes steigen sie nur um 2,2 Prozent.

Wer jetzt 500 Euro für seine Miete zahlt, muss dann um rund 12,10 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer mehr ausgeben. Aufs Jahr gerechnet ist das eine Mehrbelastung von 145 Euro.

AK fordert Änderung des Mietgesetzes
Wird das Mietrechtsgesetz nicht rechtzeitig geändert, steigen auch die älteren Kategoriemieten für rund 400.000 Mieter im Herbst in die Höhe und im April 2009 wieder die Richtwertmieten um mind. fünf Prozent. Außerdem werden dann diese Richtwertmieten jährlich im April teurer.

Das sind bei einer 80 Quadratmeter Wohnung der Kategorie A inklusive Mehrwertsteuer monatlich um 12,80 Euro mehr - 154 Euro mehr pro Jahr. Und: Im Herbst werden auch die überwälzbaren Hausverwaltungskosten um mindestens fünf Prozent steigen.

"Eine Spirale", sagt AK Wohnpolitikexperte Franz Köppl, "denn wenn die Mieten steigen, steigt die Inflation, mit der auch wieder die Mieten erhöht werden." Die Mieter müssten bei der geplanten Mietrechtsreform deutlich entlastet werden. "Durchschnittsverdiener geben am privaten Wohnungsmarkt bereits 40 Prozent von ihrem Einkommen nur für die Miete aus", sagte Köppl. Private Mieten stiegen wegen der fehlenden Mietenbegrenzung und der hohen Nachfrage überproportional.

Die AK fordert:

  • verbraucherpreisgebundene Mieterhöhungen erst bei einem Zehn-Prozent-Schwellenwert
  • eine klare Begrenzung der Richtwertmieten
  • Entlastungen der Mieter bei Hausnebenkosten - Grundsteuer und Hausverwaltungskosten sollen nicht mehr auf die Mieter überwälzt werden können
  • Mieten sollen nicht jährlich, sondern erst nach längeren Zeiträumen angehoben und an die Inflation angepasst werden



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