06. 12. 2007, 13:38

Wischi-waschi-Gesetz

Handypeilung wird ohne Richterbeschluss möglich

© APA

Mit einer Wischi-waschi-Formulierung zur Reform des Sicherheitspolizeigesetzes wird die Standortpeilung ohne Richterbeschluss im Parlament abgesegnet.

Die Handyüberwachung ist im Vorjahr erstmals zurückgegangen. Derzeit sind solche Standortfestellungen durch die Polizei nur mit richterlicher Genehmigung möglich. Am Donnerstag verabschiedet der Nationalrat aber die Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz. Damit erhält die Polizei die Möglichkeit zum Anpeilen de facto ohne Richtervorbehalt.

Datenschützer sauer
Die Datenschützer kritisieren vor allem, dass der entsprechende Paragraf 53 so unscharf formuliert ist, dass jeder drin lesen kann, was er will. Das habe vor allem in einer so sensiblen Materie wie einem Grundrechtseingriff nichts verloren. Für die Mobilbetreiber gäbe es eine Unsicherheit. Sie müssen sich künftig auf das verlassen, was ein Beamter am Telefon ihnen sagt, und können den "Notfall" nur mehr glauben.

Grüne verärgert
Der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz spricht von einem "Freibrief" für die Polizei und für ÖVP-Innenminister Günther Platter. Weiters würde bei der mit IMSI (internationale Mobilteilnehmerkennung) durchgeführten Standortbestimmung nicht nur die betroffene Person erfasst, sondern "tausende mit einem Handy in der Nähe. Das ist eine Abhörstreumaschine".

Datenschutzrat verteidigt
Aus dem Datenschutzrat kommt schnurstracks die Verteidigung der geplanten Novelle. Eine Handyüberwachung im Rahmen der Strafprozessordnung werde auch künftig nur mit richterlicher Genehmigung möglich sein. Außerhalb der StPO sei die Genehmigung des Rechtsschutzbeauftragten einzuholen. Nur bei "Gefahr in Verzug" dürfe die Polizei erst handeln und nachher um Erlaubnis fragen.

Wischi-waschi
Die SPG-Novelle erlaubt es den Sicherheitsbehörden, "zur Erfüllung der ersten allgemeinen Hilfeleistungspflicht" und vor allem "zur Abwehr gefährlicher Angriffe" ohne richterlichen Vorbehalt auf Standortdaten zugreifen zu dürfen. In den Erläuterungen zur Novelle heißt es, die Standortdaten unterlägen zwar dem Kommunikationsgeheimnis. Dieser "Begriff des Kommunikationsgeheimnisses" sei aber "nicht ident zu setzen mit dem, was der historische Gesetzgeber zum Schutz des Fernmeldegeheimnisses ... unter Richtervorbehalt gestellt hat".

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Gast: meint am 16.04.2008 23:12

Ich melde mich nochmal aus Sankt Pölten ! Seidl. Handypeilung wird NICHT genehmigt von Staatsanwaltschaft >>Mag. MUGLER ANDREAS<< Pech gehabt die Hauptverhandlung findet am 16 Mai 2008 11 Uhr Saal 201 !! Die Nummer die zu erforschen ist >>0681/1.3.9.03<<ICH SUCHE DRINGENST HILFE !!!

Gast: meint am 19.12.2007 15:16

http://ueberwachungsstaat.at

Petition für die bisher nicht erfolgte Behandlung des SPG im Innenausschuss, und einer erstmaligen öffentlichen Diskussion.

Gast: meint am 16.12.2007 17:08

Ich bin der 1000% Meinung das es völlig in Ordnung geht !! Ich bin zur zeit selbst ein Betroffener einer Anschuldigung und gehe davon aus das es meine UNSCHULD beweist !!! Mein Name Peter Seidl aus Sankt Pölten

Gast: meint am 08.12.2007 19:44

Wie sagte eins benjamin franklin:" wer freheitgibt um sicherheit zu gewinnen wird am ende beides verlieren!!"

wie kann man diese politiker stoppen?

Gast: meint am 08.12.2007 00:54

wie regierung u. parlament arier sehr "demokratisch" die demokratie zu grabe tragen - u. keinem fällt's auf...
aber bei der nächsten wahl kann ich wenigstens bei mcdonal.. noch wählen, zwischen chees-u. hamburger...

Gast: meint am 07.12.2007 19:16

Wenn ich etwas vertrauliches wichtiges jemanden mitteilen möchte, dann mache ich dies persönlich in einem 4 Augengespräch.
Oder man kauft sich wieder die guten alten Briefmarken und versendet
Briefe.
Werden dann vom Hrn. Minister die Biefe geöffnet?
einfach zum nachdenken.

Gast: meint am 07.12.2007 00:31

Ganz einfach ,wenn Handy nicht benötigt ,Batterie raus ,und die Sache ist erledigt.Ich denke ausschalten allein wird schön langsam zuwenig,um noch ein bisschen Privatsphäre zu haben.

Gast: meint am 06.12.2007 20:39

kontrollstaat österreich dank dieser politiker,was kommt als nächtes??
wer solche politiker wählt und naiv genug ist ,ist selber schuld,als nächstes kommt womöglich: peilsender für fremdgeher!
da sind wohl sehr gute antidemokratische mächte am spiel alla kapitalismus !

Gast: meint am 07.12.2007 06:15

pflanzen sie ja schon Chips ein - und es gibt auch schon einige freiwillige Marke Homo sapiens, die nichts zu verbergen haben...

Gast: meint am 07.12.2007 06:16

Freiwillige groß..

Gast: HF-Techniker meint am 07.12.2007 08:39

kurz (1-2 Sekunden) in die Mikrowelle, dann ist der Chip hin, die Katze aber noch ganz.

Gast: Anonym meint am 07.12.2007 08:40

dem Reisepaß: eine kurze Aufwärmphase in der Micro und der Chip ist hinüber - lala Information!!!

Gast: meint am 06.12.2007 19:04

peilung erleichtert, um verunfallte Wanderer rasch aufzuspüren (was die Mobilfunkgesellschaft selbst viel besser per Kreuzpeilung könnte), in Wahrheit aber viel eher, um Abhörgeräte, sogenannte IMSI-Hacker, problemloser in Position bringen zu können.
Stört das den Österr.eicher? Ach was! Hauptsache am Sonntag gibts wieder ein Schnitzerl und ein Bier, nicht wahr?

Gast: KGB meint am 06.12.2007 16:13

wie zu Hause

Gast: meint am 06.12.2007 16:17

Albanischen türkischen usw. islamischen Klientel das dauernd im Knast sitzt muss beschützt werden von V.d.Bellen und Co. Das ist die einzige Angst die sie haben haben.

Gast: meint am 06.12.2007 16:49

standortpeilungen waren auch bisher bei gefahr im verzug möglich, so zbs bei fahndungen nach verbrechern, bei suchaktionen nach abgängigen und selbstmordern - nur war das halt bisher im telekommunikationsgesetz geregelt. handyüberwachungen bzw rufdatenrückerfassungen unterliegen auch mit der neuen bestimmung richterlicher kontrolle. nur ist es halt bei gefahr im verzug jetzt möglich, sie zu veranlassen und es halt erst nachher vom gericht auf ihre rechtmässigkeit überprüfen zu lassen.

Gast: Gendarm meint am 06.12.2007 16:50

datenschutz ist täterschutz, und wenn es nach pilz geht, gäbe es in österreich faktisch keine ermittlungstätigkeit, weder handyüberwachung, noch erkennungsdienstliche behandlung, noch viideoüberwachung. der gute herr will ja scheinbar jedem einreden, dass jetzt jeder polizist, dem grad fad ist, a paar telefone abhört er hat scheinbar keine ahnung, wie das wirklcih funktioniert.

Gast: kein gesetzloser meint am 06.12.2007 17:40

also ich möchte den peterpilz sowenig oft als möglich rechtgeben müssen, aber wo er recht hat, hat er recht.
im übrigen hat gestern im parlament der ehemalige verteidigungsminister scheibner genauso seine bedenken gegen handypeilung ohne richterliche erlaubnis angemeldet und scheibner ist sicher kein mann gegen gesetz und ordnung.
1984 ist schon lange vorbei so und so.

Gast: meint am 08.12.2007 00:39

eines unrechtsstaates - zuerst schiessen, dann fragen...

Gast: meint am 06.12.2007 15:39

Wir, das Volk, hat Besseres verdient.

Gast: meint am 14.12.2007 10:22

Alt aber immer wieder aktuell.
"Jedes Volk hat die Regierung die es verdient." Otto von Bismarck
Oder abgewandelt: " Jedes Volk hat die Regierung die es wählt!"

PS
Ich bin kein Fan von Bismarck, aber damit hatte und hat er recht, leider.

Gast: meint am 06.12.2007 15:38

Diese Regierung wird sich bald ihre Daten in die Haare schmieren können.

Gast:Mamaeco meint am 23.01.2008 12:24

Ein österreichisches Amt konfrontierte meinen aus Afrika stammenden Ehemann heute mit privaten Details, die nur ihm und mir bekannt waren und die ausschließlich von einer Handyüberwachung durchgedrungen sein können. Ich selbst bin unbescholten und strafrechtlich nie in Erscheinung getreten, er ebenfalls nicht. Werde ich überwacht, weil ich mich zum Islam bekenne ? Wird er überwacht, weil er schwarz ist ? In was für einem Land leben wir hier eigentlich ????

Gast: meint am 06.12.2007 15:29

... und der GLÄSERNE MENSCH lässt grüßen....

Gast:Nostradamus meint am 06.12.2007 15:57

Big Brother is watching you. Orson Wells ist genauso passé wie etwa Robert Lem, dessen "Science-Fiction-Phantastereien" längst von der Wirklichkeit eingeholt wurden. Wir entwickeln uns zu einem astreinen Polizeistaat. Microsoft lässt grüssen. Wer heute noch glaubt, ein freier Mensch zu sein...der tut mir -verzeihen Sie- ernsthaft leid! Es kommt immer dicker: Beinahe jede Minute unseres Lebens wird non chalant durch unzählige virtuelle Kommunikationsmöglichkeiten infiltriert. In spätestens 10 Jahren gibt es den genetischen Chip!

Gast: zurück meint am 06.12.2007 20:18

pferd und wagen
und petroleumlampen,
was wollen da die staatsganoven machen-
überwachung ist nur mit hilfe der modernen technik möglich,
aber,
meine rente verbringe ich ohne pc und handy, ohne automobil.
es war anfang der 50iger jahre in der kindheit so- und man konnte auch wunderbar leben.