Anders als VW

BMW setzt bei Antrieben auf Vielfalt

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Konzern-Chef: "Alles auf eine Karte zu setzen, das ist aus meiner Sicht unternehmerisch nicht klug"

BMW  hält sich beim Motor der Zukunft alle Möglichkeiten offen, bis hin zur Brennstoffzelle. "Alles auf eine Karte zu setzen, das ist aus meiner Sicht unternehmerisch nicht klug", sagte Vorstandschef Harald Krüger. Es gebe nicht nur die eine passende Lösung für alle Anforderungen: "Technologische Offenheit ist entscheidend, um auf die regulatorischen Anforderungen und Kundenwünsche in verschiedenen Märkten vorbereitet zu sein", so der BMW-Chef weiter. "Deshalb werden verschiedene Antriebsformen nebeneinander bestehen".

VW setzt voll auf Elektroautos

BMW und Daimler stellen sich mit ihren flexiblen Haltung in der Branche gegen Volkswagen-Chef Herbert Diess, der den Fokus auf rein batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge auch im Kurs der Politik verankert sehen möchte. Das hatte im Autobranchenverband VDA vorübergehend zu öffentlichem Streit geführt. Europas größter Autobauer wird zwar auch weiterhin noch Verbrennungsmotoren und (Plug-in-)Hybride anbieten, bei der Entwicklung haben aber die Modelle, die auf dem modularen Elektrobaukasten (MEB) basieren, eindeutig den Vorrang. VW will in den nächsten Jahren 22 Millionen reine Stromer verkaufen. Insgesamt sollen die Konzernmarken VW, Audi, Seat, Skoda und Porsche insgesamt 70 reine E-Modelle auf die Straße bringen. Bei den MEB-Autos macht der  ID.3  den Anfang, dessen Startedition in Österreich nach wenigen Stunden ausverkauft war. Ob die volle Fokussierung auf den batterieelektrischen Antrieb aufgeht, müssen die nächsten Jahre zeigen.

BMW setzt auf Vielfalt

BMW und Daimler setzen verstärkt auf die (Plug-in-)Hybridantriebe, also Verbrenner- und Elektromotor in einem Fahrzeug. Die beiden Premiumhersteller haben ihre große Stärke bei den gewinnträchtigen Oberklassefahrzeugen (Limousinen, Kombis und SUV), die vor allem als Dienstwagen verkauft werden. BMW bringt bis zum Jahr 2021 aber auch einige reine Elektroautos an den Start, die den i3 ergänzen. Den Anfang macht der  iX3  (elektrische Version des i3), danach kommen der  i4  (E-Limousine im 3er-Format) und das Elektro-Flaggschiff  iNext  (Codename). Plug-in-Hybridantrieb gibt es bereits beim 5er, X5, 3er und 2er Active Tourer. Ende des Jahres startet dann auch der  X3 mit Plug-in-Hybrid .

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