Neuer Golf-Schläger?

Der neue Škoda Scala im Test

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Der Rapid-Erbe punktet mit viel Platz, moderner Technik und hochwertiger Optik.

Über den Rapid (Spaceback) wollen wir gar nicht mehr viel reden: Der war nicht Fisch, nicht Fleisch und darob für  Skoda -Verhältnisse recht erfolglos. Der  brandneue Scala  hingegen positioniert sich ganz klar in der Kompaktklasse und stellt sich mit stolz geschwellter Brust der starken Konkurrenz entgegen - auch der konzerninternen wie Golf, Leon oder A3.
 
Der neue Škoda Scala im Test
© Skoda
× Der neue Škoda Scala im Test

Neue Designsprache und hoher Vernetzungsgrad

Letztere werden in diesem Jahr ebenfalls neu aufgelegt. Ob  Golf VIII  und Co. vieles besser machen werden als ihr tschechischer Konkurrent, wird sich weisen. Viel Optimierungspotenzial fiel uns bei unserer ersten Ausfahrt beim Scala nicht auf. Die Optik ist angenehm neutral mit ein paar visuellen Highlights, wie der gläsernen Heckklappe mit großem Škoda-Schriftzug oder der kristallinen Lichtgrafik. Apropos Schriftzug: Dieser ist nicht individualisierbar, hier hat sich Skoda lediglich  einen Aprilscherz erlaubt . Von bestechender Klarheit auch das Cockpit: In der Mitte prangt ein elegant integrierter, bis zu 9,2 Zoll großer Screen mit hochwertiger Grafik und fix eingebauter SIM-Karte. Der Scala ist das erste Modell der Marke, das mit dem Top-Multimedia-System immer online ist. Smartphone-Integration (Android Auto und Apple CarPlay), induktive Handyladeschale oder WLAN-Hotspot dürfen bei einem Auto, das eine junge Zielgruppe ansprechen will, auch nicht fehlen. Digitale Armaturen gehören heutzutage auch schon zum guten Ton und kosten beim Scala im Navi-Paket (Bolero) ab 500 Euro - ein lohnenswerter Aufpreis. Denn die virtuellen Instrumente sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch konfigurierbar und zeigen damit immer genau das an, was man gerade braucht.
 
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Zweite Reihe fußfrei

Und es wäre kein Škoda, würde man an Bord des Scala ob der Platzverhältnisse keinen anerkennenden Pfiff ausstoßen. Auf den Rücksitzen lässt es sich nahezu fußfrei lümmeln. Der Kofferraum fasst 467 bis 1.410 Liter und damit (deutlich) mehr als die Konkurrenz. Mit einer Länge von 4,36 Meter übertrifft der Scala den Golf VII um exakt 10 Zentimeter. Hinzu kommen eine saubere Verarbeitung und die für die Marke typischen "simply clever" Lösungen wie Eiskratzer im Tankdeckel, Taschenlampe im Kofferraum, Regenschirme in den Vordertüren (siehe Diashow oben) oder Abfalleimer in den Türfächern. Die Übersicht ist ob der großen Fensterflächen ebenfalls in Ordnung. Lediglich nach schräg hinten gibt es diesbezüglich eine kleine Einschränkung. Doch zur Not ist eine ganze Armada an Assistenzsystemen (inkl. Rückfahrkamera oder Toter-Winkel-Warner) verfügbar.
 
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Fahrverhalten

In Fahrt zeigt der Scala einen neutralen Charakter. Auch in der sportlichsten Version mit 150 PS starkem TSI, serienmäßigem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und dem um 15 mm abgesenktem Sportfahrwerk ist der kompakte Tscheche zwar agil, aber kein Ausbund an Dynamik. Wer sich für das adaptive Fahrwerk entscheidet, kann per Knopfdruck bestimmen, ob es eher sportlich oder komfortabel vorwärts gehen soll. Die Unterschiede sind deutlich erkennbar, ein Muss ist dieses Extra aufgrund des gut abgestimmten Basisfahrwerks jedoch nicht. Wer es richtig sportlich will, muss auf die RS-Version warten. Der stärkste Benziner der normalen Varianten hat mit dem leichten Tschechen kein Problem und auch die Traktion ist bei dem Fronttriebler in Ordnung. Allrad gibt es übrigens nicht. Das gilt auch für die im Herbst kommende SUV-Variante  Kamiq , die sich die Technik mit dem Scala teilt. Zum Marktstart Ende April gibt es noch einen 3-Zylinder-TSI mit 115 PS und einen 1,6 Liter Vierzylinder-Diesel mit ebenfalls 115 PS. Beide Triebwerke sind an ein manuelles Sechsgang-Getriebe gekoppelt, können aber auch mit DSG geordert werden. Im dritten Quartal folgt dann noch der 95 PS starke Einstiegsbenziner (ebenfalls ein 1,0 TSI) und Ende des Jahres schiebt Skoda noch eine Erdgasvariente (g-tec) mit 90 PS nach.
 
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Preis-Wert

Der Einstieg in die Welt des Scala beginnt bei 18.980 Euro. Mit Top-Motor (ab 23.830 Euro) und Vollausstattung kratzt der Kompaktwagen an der 30.000 Euro Marke, was noch immer ein sehr gutes Angebot darstellt. Neben den Konzernbrüdern müssen sich künftig auch Konkurrenten wie Kia Ceed, Hyundai i30, Toyota Corolla, Peugeot 308, Ford Focus & Co. auf einer äußerst starken Herausforderer einstellen. Denn der Fortschritt im Vergleich zum Rapid Spaceback ist mehr als eklatant. (zac/set)
 
 

Technische Daten

  • Motoren (beim Marktstart): 2 Benziner, 1 Diesel
  • Leistung: 1.0 TSI: 115 PS; 200 Nm 1,5 TSI: 150 PS; 250 Nm 1,6 TDI: 115 PS; 250 Nm 
  • Normverbrauch: von 4,1l/100 km (TDI) bis 5,0l/100km (1,5 TSI)
  • Leergewicht: 1.240 bis 1.339 kg
  • Abmessungen: 4,36 x 1,79 x 1,47 Meter (L x B x H)
  • Radstand: 2,65 Meter
  • Kofferraum: 467 bis 1.410 Liter 
  • Marktstart: 26. April 2019
  • Preise: von ab 18.980 Euro bis ab 23.830 Euro

 

>>>Nachlesen:  Alle Infos vom neuen Skoda Kamiq

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