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Frau fuhr mit Traktor zum Südpol

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Trecker musste immer in Bewegung bleiben, damit die Reifen nicht festfrieren.

"Mission accomplished, dream fulfilled!" Auf ihrer Website meldete die Niederländerin Manon Ossevoort vor wenigen Tagen den Vollzug und die Erfüllung ihres Lebenstraums: Auf einem Traktor unternahm sie quer durch Europa und Afrika und dann von der russischen Polar-Forschungsstation Nowolasarewskaja aus eine Expedition, die sie jetzt zum Südpol, dem südlichsten Punkt der Erde, führte.

Die 2.500 Kilometer, die sie in 16 Tagen auf dem antarktischen Kontinent mit seinen Bergen und Spalten zurücklegte, verglich Ossevoort mit einem "Rodeo", bei dem ihr immer wieder drohte, von ihrem Gefährt zu fallen.

Rund um die Uhr in Bewegung
Der schlimmste Tag sei gewesen, an dem sie sich "Stunde um Stunde mit einer Geschwindigkeit von 0,5 bis fünf km/h" fortbewegen musste, ohne beschleunigen zu können. Die Rückkehr zur Forschungsstation Nowa werde leichter sein, weil sie in den gefrorenen Traktorspuren fahren könne.

Der Massey-Ferguson-Trecker muss rund um die Uhr in Bewegung bleiben, damit die Reifen nicht am Boden festfrieren. Bei ihrer Antarktis-Tour mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zehn Stundenkilometern sind der Niederländerin sieben Begleiter behilflich, darunter der französische Mechaniker Nicolas Bachelet.

Frau fuhr mit Traktor zum Südpol
© AFP

Im Ziel war Ossevoort natürlich überglücklich. Bild (c) AFP

Die ehemalige Schauspielerin hatte ihr Abenteuer im Jahr 2005 begonnen, als sie als Einzelfahrerin auf ihrem roten Traktor ihr niederländisches Heimatdorf verließ, um vier Jahre später allein Kapstadt zu erreichen. Dann verpasste sie aber den Eisbrecher, der sie von Südafrika in die Antarktis bringen sollte.

Frustriert reiste Ossevoort wieder ab und verbrachte die kommenden Jahre in den Niederlanden, wo sie ein Buch schrieb und als Motivationstrainerin arbeitete. Ihr großes Ziel verlor sie dabei niemals aus den Augen: Mithilfe von Sponsoren organisierte sie eine weitere Expedition.

"Antarctica 2"
Ihren Traktor hat Ossevoort "Antarctica 2" getauft, in Erinnerung an den legendären Mount-Everest-Bezwinger Edmund Hillary, der 1958 ebenfalls mit einem Traktor durch die Antarktis gereist war. Ein Filmteam zeichnet die Erlebnisse der Abenteurerin für eine Dokumentation auf.

Am Südpol wollte Ossevoort einen Schneemann bauen. In dessen Bauch will sie die während ihrer Reise gesammelte Wünsche und Hoffnungen tausender Menschen aus Afrika und anderen Teilen der Welt deponieren. Die auf einem digitalen Medium gespeicherten Briefe und E-Mails seien für sie eine "Zeitkapsel der Träume", sagte Ossevoort. Erst in 80 Jahren sollen die Botschaften nach dem Willen der Niederländerin wieder gelesen werden. Die nachfolgenden Generationen könnten so etwas "über unsere Träume und nicht nur über Politik und Krieg" erfahren.

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