China richtet seine Geldpolitik neu aus

China stellt sich neu auf. "Wir werden schrittweise die Rolle von Hebeln wie Zinsen und Währungskursen in der Geldpolitik erhöhen, so dass diese dominiert wird von einer preislichen Steuerung anstatt von einer mengenbezogenen Kontrolle", hieß es in einem am Montag auf der Internetseite der Zentralbank veröffentlichten 47-seitigen Plan.

Bisher versucht die Zentralbank, die Liquidität im Finanzsystem über die sogenannte Mindestreserve-Anforderungen zu steuern. Damit wird festgelegt, welchen Prozentsatz ihrer Kundeneinlagen die Geschäftsbanken bei den Zentralbank hinterlegen müssen. Bei drohender Konjunkturflaute kann der Satz gesenkt werden, damit die Banken mehr Geld an Privat- und Geschäftskunden verleihen können, was Konsum und Investitionen stimulieren kann. Umgekehrt wird bei drohender Überhitzung Geld aus dem Kreislauf gezogen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass sie nur langsam wirkt.

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