Fiat bestreitet Rückzugspläne aus italienischer Heimat

Fiat-Chef Sergio Marchionne bestreitet, dass sein Konzern sich von der Heimat Italien zurückziehen wolle. "Ich habe niemals die Schließung von Produktionswerken vorgeschlagen und niemals behauptet, dass ich weggehen will", betonte Marchionne im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica".

Marchionne erklärte jedoch, dass Fiat seine 2010 bekanntgegebenen Investitionspläne für Italien revidieren müsse. "In Italien liegt der Automarkt in Agonie. Fiat wird in Italien dank der Gewinnen bleiben, die im Ausland generiert werden. Der italienische Automarkt ist zusammengebrochen. Wenn wir nach den ursprünglichen Plänen investieren würden, wären wir pleite", warnte Marchionne. In Europa habe Fiat Verluste in Höhe von 700 Mio. Euro angesammelt, die der Konzern nur dank der Gewinne in den USA und in den Schwellenländern kompensieren könne. Die Lage in Italien sei dramatisch. "Der Markt ist auf ein Niveau wie in den 60er Jahren gestürzt", warnte Marchionne.

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