Europas Leitbörsen eröffnen im Minus

Einheitlicher Trend

Europas Leitbörsen eröffnen im Minus

Unter den größten Verlierern befinden sich die Bankentitel.

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel einheitlich mit Verlusten tendiert. Um 10.15 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 6.107,47 Punkten, das entspricht einem Minus von 47,57 Einheiten oder 0,77 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 42,7 Einheiten oder 0,78 Prozent auf 5.396,50 Zähler.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 27,93 Einheiten oder 1,01 Prozent auf 2.725,67 Punkte.

Die wichtigsten europäischen Leitbörsen haben sich am Dienstag im frühen Handel an den Vorgaben aus Asien orientiert und nachgegeben. Von Unternehmensseite gab es nur wenige kursbewegende Nachrichten und wichtige Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda.

Stärkster Gewinner im Euro-Stoxx-50 waren Nokia. Die Aktien des Unternehmens wurden von Morgan Stanley von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft. Zusätzlich wurde das Kursziel von 6,50 Euro auf 9,00 Euro angehoben. Nokia notierten mit einem Plus von 3,06 Prozent bei 7,40 Euro.

British Airways gewannen im frühen Handel 2,17 Prozent auf 225,6 Pence. CEO Willie Walsh würde erste Fusionsgespräche mit dem australischen Unternehmen Qantas Airways in Betracht ziehen, falls Interesse bestünde.

Bankentitel litten unter negativen Branchennachrichten. Sie müssten künftig mit harten Eigenkapitalregeln rechnen, wie aus einer vorliegenden Entscheidungsgrundlage für den Basler Ausschuss hervorgehe. Danach müssten die Institute eine Eigenkapitalquote von neun Prozent vorhalten. Die Deutsche Bank-Aktie fiel um 1,99 Prozent auf 49,16 Euro. BNP Paribas und Societe Generale, Frankreichs größte Banken, schwächten sich um 1,78 Prozent auf 52,94 Euro bzw. um 2,25 Prozent auf 43,32 Euro ab. Verluste verzeichnete auch Banco Santander mit einem Minus von 1,61 Prozent auf 9,65 Euro.

In Deutschland fielen Infineon-Aktien um 2,67 Prozent auf 4,37 Euro. Der Halbleiterkonzern erwartet aus dem Verkauf seiner Mobilfunkchipsparte an Intel einen außerordentlichen Gewinn. Eine Sonderausschüttung oder ein Aktienrückkauf komme nicht in Betracht.