IWF und EU bestätigen Ungarns Ansuchen um Notfall-Kredit

Ungarn hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) und Europa um finanzielle Unterstützung im Kampf gegen die Finanzkrise gebeten. "Der IWF hat eine Anfrage von der ungarischen Regierung zu möglicher finanzieller Unterstützung erhalten", teilte IWF-Chefin Christine Lagarde mit. Auch die EU-Kommission hat ein ähnliches Schreiben des EU-Landes, das nicht der Eurozone angehört, am Montag erhalten. Bereits vergangene Woche kündigte Ungarn neue Gespräche mit dem IWF an.

Die ungarische Regierung habe dabei betont, dass die Ersuchen um Hilfe "vorbeugend " seien. Durch die Hilfeersuchen können IWF und EU nun offizielle Verhandlungen mit Budapest über eine Unterstützung aufnehmen. "Die EU-Kommission wird das Ansuchen der Behörden in enger Beratung mit den EU-Mitgliedsstaaten und dem IWF prüfen", hieß es aus Brüssel. Zur Kredithöhe, über die die EU mit Ungarn verhandeln will, erklärte ein Sprecher von Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn, dass es "eine Zahl dazu" noch nicht gebe.

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