Drei Frauen an der Spitze heimischer Börsen-Firmen

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Drei Frauen an der Spitze heimischer Börsen-Firmen

Ganz an der Unternehmensspitze stehen Elisabeth Stadler (VIG), Herta Stockbauer (BKS Bank) und Silvia Schmitten-Wagenbach (CA Immo). 

In den 55 im Wiener Börsen Index gelisteten Unternehmen sind per Anfang 2022 nur 16 von 188 Vorstandsmitgliedern weiblich. Frauen als Vorstandsvorsitzende gibt es überhaupt nur nur drei. Das sind Elisabeth Stadler bei der Vienna Insurance Group, Herta Stockbauer bei der BKS Bank und seit Jahresbeginn 2022 Silvia Schmitten-Wagenbach (Foto oben) bei der CA Immo.

Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen ist aber leicht gestiegen und hat den neuen Höchstwert von 8,5 Prozent erreicht. Das geht aus dem aktuellen Mixed Leadership Barometer des Wirtschaftsprüfers EY hervor. 

In 40 von 55 börsennotierten Firmen keine Frau im Vorstand

Weitere fünf Frauen sind Finanzvorständinnen. Nach wie vor ist in 40 von 55 österreichischen börsennotierten Unternehmen noch keine Frau im Vorstand vertreten .

Die meisten Frauen sind momentan in den Chefetagen in der Konsumgüterbranche anzutreffen, wo ihr Anteil bei 23,5 Prozent liegt. An zweiter Stelle folgt die Immobilienbranche (12,5 %) und an dritter Stelle die Industrie (9,8 %). Keine einzige Vorständin gibt es in fünf Branchen: Informationstechnologie, Automobil, Rohstoffe, Telekommunikation und Transport. 

Für Aufsichtsratsgremien gibt es gesetzliche Genderquote von 30 Prozent

Anders als für die Aufsichtsratsgremien gibt es für Konzernvorstände keine gesetzlich vorgeschriebene Genderquote. Seitdem mit 1. Jänner 2018 die gesetzliche Genderquote von 30 Prozent in Kraft getreten ist, erhöhte sich der Frauenanteil in den Kontrollgremien der österreichischen Börse-Unternehmen von 19 Prozent (Stichtag: Dezember 2017) auf 29,7 Prozent. 

Von den derzeit 529 Aufsichtsratsmitgliedern der im WBI notierten österreichischen Unternehmen sind 157 Frauen. In 49 der 55 untersuchten Firmen sitzt mindestens eine Frau im Kontrollgremium.