Maroni

AK-Test

Maroni im Test: Fast ein Viertel ungenießbar

Fünf von 21 Proben fielen durch - vor allem teure Produkte mangelhaft.

Die Arbeiterkammer (AK) Kärnten hat in Klagenfurt Maroni getestet. Fünf von 21 gezogenen Proben erfüllten die Auflage nicht, wonach maximal 20 Prozent der Früchte ungenießbar sein dürfen. Schlecht schnitten vor allem teure Edelkastanien ab, hieß es. Bei einem Produkt aus Frankreich, gekauft am Markt, waren trotz zwölf Euro Kilopreis fast zwei Drittel der Früchte zum Wegwerfen.

Große Preisunterschiede
Gezogen wurden die Proben in Supermärkten, Feinkostläden und bei Markthändlern. Die Kilopreise lagen zwischen 5,58 und 15,90 Euro. In Kooperation mit der Lebensmitteluntersuchungsanstalt wurden der Geruch der Maroni im Rohzustand und der Anteil verdorbener Früchte, also Edelkastanien die wurmig, durch Insekten beschädigt, schimmlig, erstickt oder faul waren, untersucht. Laut österreichischem Lebensmittelbuch dürfen maximal 20 Prozent der Früchte schlecht sein.

Die Tester beanstandeten vor allem hochpreisige Produkte. Von den fünf teuersten Proben fielen vier im Test durch. "Es heißt also nicht, dass die teuren Edelkastanien unbedingt besser sein müssen. Die Händler sind generell aufgefordert, auf die Qualität ihrer Produkte zu achten", sagte AK-Konsumentenschützerin Susanne Kalensky.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beim Kauf soll man die Maroni auf Frische überprüfen, raten die Konsumentenschützer. Frische Früchte haben eine glänzende, harte und glatte Oberfläche, die auf Druck nicht nachgibt. Sie sollen sich weder nass noch übermäßig trocken anfühlen. Graue oder weiße Beläge können ein Hinweis auf Schimmelpilze sein. Außerdem soll der Geruch neutral, nicht muffig oder gärig sein.