Schönbrunner "Taubenschlag" wird saniert

Das wohl luftigste Bauwerk im Schönbrunner Schlosspark wird derzeit generalsaniert: Das Mitte des 18. Jahrhunderts entstandene Taubenhaus in der Nähe des Schlosses soll wieder zur Luxusresidenz für gefiederte Bewohner werden. 300.000 Euro investiert die Schönbrunner Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) in das Vorhaben, das laut Geschäftsführer Wolfgang Kippes zu einem Modellprojekt in Fragen der Kupfersanierung werden soll.

Über die hohe Voliere aus Drahtgitter samt vier gemauerter Schlafnischen gebe es allerdings nur wenig Informationen in den Archiven, so Kippes. Definitiv sagen lasse sich lediglich, dass sie noch zu Lebzeiten von Kaiserin Maria Theresia fertiggestellt wurde, die 1780 starb. Das Taubenhaus hatte wie der Neptunbrunnen oder die Gloriette die Funktion, den Abschluss einer Blickachse zu bilden. "Es geht nun darum, alles möglichst im historischen Zustand wiederherzustellen", betonte Kippes im APA-Gespräch.