Einnahmen um 17,9 Prozent geschrumpft

Weiterhin Flaute im griechischen Tourismus

Griechenland fehlen die Touristen. Die Einnahmen in der Branche sind in den ersten fünf Monaten des Jahres um 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Als Ursache werden reduzierte Hotelpreise und eine kürzere Aufenthaltsdauer angenommen.

Auch sitze bei den Gästen das Geld nicht mehr so locker, berichtete der Verband der griechischen Hoteliers. Auf der Mittelmeerinsel Zypern seien die Einnahmen ebenfalls um 12 Prozent zurückgegangen, hieß es.

Die Flaute im Tourismus hat Folgen für die Beschäftigung: in vielen Hotels gilt Kurzarbeit. "Es wird weitgehend nur vier bis sechs statt acht Stunden gearbeitet", sagte am Mittwoch der Hotelier Kostas Spyropoulos aus der Hafenstadt Patras der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach Angaben der Gewerkschaft der Hotelangestellten sei auf der Touristeninsel Rhodos fast jeder vierte Arbeitnehmer arbeitslos.

Der Tourismus ist in Griechenland mit mehr als 300.000 direkten Beschäftigten eine wichtige Branche. Zudem profitiert jedes vierte Kleinunternehmen - Bars, Lebensmittelieferanten oder Mietwagenunternehmen - vom Tourismus. Insgesamt sind damit mehr als 800.000 Menschen vom Tourismus abhängig.